Runde des ADAC Motoballpokal
Archivbild Motoball.de
Am Wochenende stand bei den Motoballern die 1. Rundes des ADAC Pokals auf dem Programm. In allen fünf Spielen gingen die Südligisten als Sieger vom Platz. Ein Nordligist schaffte es dennoch in die 2. Runde Anfang Juni.
Von Wesley Baankreis
Wirklich spannend verlief das Pokalwochenende für die Motoballer allenfalls bedingt. Gleich drei Kantersiege gab es in der 1. Runde. Dazu zählte auch der klare Sieg von Titelverteidiger MSC Puma Kuppenheim beim MSC Pattensen. Bereits nach dem ersten Viertel hatte der Spitzenreiter der Bundesliga-Süd die 2. Runde fest im Blick durch die schnelle 3:0-Führung. Bis zur Pause legte der Favorit dann vier weitere Treffer nach, so dass die Partie frühzeitig entschieden war. Erfolgreichster Schütze der Gäste war Julian Bitterwolf mit einem halben Dutzend Treffern gefolgt von Jannis Schmitt und Youngster Timm Anselm, die jeweils fünf Tore erzielten. Komplettiert wurden die Torschützen durch Elias Rhaouate.
Noch deutlicher endete das Gastspiel des MSC Comet Durmersheim beim 1. MBC 70/90 Halle. Der Vorjahresfinalist aus dem Süden fegte die Sachsen-Anhalter 17:2 (7:1) vom eigenen Platz. Bereits in der 1. Minute Kevin Tritsch den Torreigen für den Favoriten, der innerhalb des ersten Viertels durch Gero Pelic (6.), Patrick Licht (13.) sowie Dennis Ring (15.) für die eigentliche 4:0-Vorentscheidung sorgte. Erst mit dem Pausenpfiff gelang Halle durch Marc Wochatz (40.) der erste Ehrentreffer zum 7:1-Pausenstand. In Halbzeit zwei unterbrach einzig Tim Müller (60.) am Ende des dritten Viertels den weiteren Torreigen der Gäste durch das zwischenzeitliche 9:2. Ansonsten legten die Durmersheimer Tor um Tor nach. Erfolgreichster Schütze des MSC Comet war Patrick Licht mit zehn Toren, während Dennis Ring vier Treffer beisteuerte und Kevin Tritsch, Gero Pelic sowie Norman Brunner jeweils zwei Mal erfolgreich waren.
Einen zu erwartenden Sieg feierte auch der MSC Ubstadt-Weiher. Im einzigen reinen Südliga-Duell setzten sich die Ubstädter 12:0 (7:0) beim MSC Malsch durch. Für den Favoriten unterm Strich eine klare Angelegenheit, nachdem der weiter gut aufgelegte Luca Böser vier seiner insgesamt sieben Treffer in den ersten 20 Minuten erzielte. Zusammen mit dem Treffer von Kevin Gerber führte Ubstadt-Weiher so nach dem ersten Viertel bereits 5:0. Am Ende sorgten Tim Pfeiffer, Marco Weis, Roman Betke sowie erneut Kevin Gerber für das Dutzend für die Gäste und den sicheren Einzug in die nächste Runde. Ein Ausgang, mit dem die Hausherren durchaus gerechnet haben, unterm Strich im Vergleich zum 0:20 aus dem Ligaspiel aber nicht unzufrieden waren. „Im Vergleich zum Ligaspiel konnten wir den Heimvorteil ein kleines wenig nutzen und zudem auch den neuen Spielern allen Einsatzzeiten geben. Allerdings hatten wir wenig Toraktionen“, fasste Malsch Sportleiter Lukas Schmidkunz zusammen.
Eine Überraschung gab es derweil im niedersächsischen Seelze. Hier setzte sich der MSC Taifun Mörsch unerwartet klar 6:0 (3:0) beim Nordtabellenführer MSC Seelze durch. Damit revanchierten sich die Mörscher für das vorherige Aufeinandertreffen im Pokal, als Seelze die Oberhand behielt. Dieses Mal lieferten sich beide Teams eine intensive Partie, bei der die Gäste in Unterzahl durch Marcel Batrenik (17.) in Führung gingen. Bis zur Pause nutzte Taifun noch zwei Mal die Gelegenheit und erhöhte durch zwei Tore von Luis März (27./39.) zum 3:0-Pausenstand. Zwar versuchte sich Seelze gegen das Pokalaus zu stemmen. Die Tore erzielten jedoch weiter die Gäste. Youngster Brian Weiß (43.) sowie März (74./75.) mit einem weiteren Doppelpack sorgten unterm Strich für die Entscheidung.
Die spannendste Partie des Wochenendes fand indes in den Niederlanden statt. Hier empfing die MBV Budel die MSF Tornados Kierspe. In einem tor- und abwechslungsreichen Spiel setzten sich die Gastgeber am Ende 9:6 (6:2) gegen Tornados aus der Nordstaffel durch. Knackpunkt der Partie war das 2. Viertel. Nachdem die Kiersper zu Spielbeginn die frühe Budel-Führung von Nicky van Eerd (1.) durch Mario Kumpf (10.) ausgleichen konnten, um wenig später durch Miel Looijmans (14.) wieder in Rückstand zu geraten, drehten die Niederländer im zweiten Abschnitt auf. Zwei weitere Treffer von Looijmans (26./33.) sowie Dries Aarts (22.) und Sven Neijssen (29.) verschafften Budel trotz eines Kiersper Treffer von Steven Blank (28.) eine komfortable 6:2-Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel meldeten sich die Tornados aber noch einmal zurück und verkürzten zwischenzeitlich auf 7:5 durch Blank (62./66.) und Daniel Birkheim (58.), bevor Looijmans (70./72) mit einem Doppelpack für die Vorentscheidung sorgte. Daran änderte der Schlusstreffer von Blank (73.) im Gegenzug nichts mehr.
Ganz umsonst war die Fahrt für die Kiersper in die Niederlande aber nicht. Durch eine Niederlage mit nur drei Toren sind die Tornados bester Verlierer der 1. Pokalrunde und ziehen als Lucky Loser in die nächste Runde ein. Dort wartet mit dem Heimspiel gegen den MSC Comet Durmersheim am ersten Juniwochenende allerdings eine hohe Hürde. In den anderen Partien erwartet der MSC Taifun Mörsch den MSC Ubstadt-Weiher zum Spitzenspiel, während Titelverteidiger MSC Puma Kuppenheim zur MBV Budel reist.
