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Ein weiterer Schritt in Richtung Weltmeisterschaft – Tim Bechtold für EM nominiert

Tim Bechtold
Bildquelle: ©Martina Tirolf | Rheinbrüder Karlsruhe

Karlsruhe (pm). Canadierfahrer Tim Bechtold wurde vom Deutschen Kanu-Verband für die Europameisterschaften im Kanurennsport vom 10. bis 14. Juni im portugiesischen Montemor-o-Velho nominiert. Damit ist der 23-Jährige seinem großen Saisonziel, der Weltmeisterschaft Ende August im polnischen Poznań, einen weiteren wichtigen Schritt nähergekommen. Bereits beim Weltcup im ungarischen Szeged stellte Bechtold seine internationale Stärke eindrucksvoll unter Beweis.

Über die 5000 Meter mit unterbrechenden Laufpassagen an Land zeigte der Knielinger sowohl seine konditionellen als auch taktischen Fähigkeiten und belegte einen starken siebten Platz im 30 köpfigen internationalen Starterfeld. Am vergangenen Wochenende bestätigte Bechtold seine Konkurrenzfähigkeit erneut vor heimischer Kulisse beim Weltcup in Brandenburg an der Havel.

Unter schwierigen Bedingungen kämpfte sich der Candierspezialist der Rheinbrüder auf Rang zehn und ließ sich auch von einem Zusammenstoß mit der Konkurrenz sowie einem daraus resultierenden Bootsschaden nicht aus dem Konzept bringen. Mit den beiden Top-10-Platzierungen empfahl sich Bechtold nachhaltig für weitere internationale Einsätze im Team des Deutschen Kanu-Verbandes. Die Verantwortlichen honorierten damit nicht nur die aktuellen Ergebnisse, sondern auch die Entwicklung des Karlsruhers auf internationaler Ebene.

Bundesstützpunktleiter Detlef Hofmann zeigte sich entsprechend zufrieden: „Tim hat sich bei den Weltcups stark präsentiert und bewiesen, dass er auch international mitfahren kann. Die Nominierung für die Europameisterschaft ist deshalb die logische Konsequenz und ein wichtiger Schritt in Richtung Weltmeisterschaft.“

Für Ausdauerspezialist Tim Bechtold ging es in Szeged über die ungewohnte Distanz von 5000 Metern. Der Knielinger, der sich über die nationale Qualifikation für das Weltcup-Team empfohlen hatte, präsentierte sich kämpferisch und taktisch klug. Vor allem in den Laufpassagen („Portagen“) konnte er immer wieder den Anschluss an die Spitzengruppe herstellen. Am Ende belegte Bechtold in einem Weltklassefeld mit 30 Startern einen starken siebten Platz zeitgleich mit dem Slowaken Kizek. Auch für ihn geht es beim Heim-Weltcup in Brandenburg direkt weiter – mit Blick auf eine mögliche Nominierung für die Weltmeisterschaft im Sommer.