Karlsruhe (pm). Zwischen Szeged und Hannover richtet sich der Blick der Rheinbrüder Karlsruhe am kommenden Wochenende gleich auf zwei große Bühnen des Kanurennsports. Während in Ungarn bei der Junioren- und U23-Europameisterschaft die besten Nachwuchsathletinnen und -athleten Europas um Medaillen und Finalplätze kämpfen, stehen in Hannover bei den Finals die Spitzenkräfte des deutschen Sports im Rampenlicht. Bei beiden Veranstaltungen ist der Karlsruher Traditionsverein gleich mit mehreren Athletinnen und Athleten vertreten.
| In Szeged, der Kanuhochburg Europas, gehen mit Rebecca Hirsch und Mera Klapheck zwei Rheinschwestern im deutschen Nationaltrikot an den Start. Für beide ist die Europameisterschaft ein weiterer wichtiger internationaler Höhepunkt in einer ohnehin starken Saison. |
| Rebecca Hirsch wird im Kajak-Einer über 1000 Meter antreten und sich dort mit der europäischen Konkurrenz messen. Die lange Distanz verlangt nicht nur Ausdauer und Kraft, sondern auch ein gutes Renngespür und eine saubere taktische Renneinteilung über die gesamte Strecke. Zusätzlich sitzt die Schülerin des Karlsruher Otto-Hahn-Gymnasiums im Flaggschiff über die olympische 500 Meter Distanz. Gemeinsam mit Judith Mühlenkamp (Bochum), Kim Naumann (Leipzig) und Nathalie Lange (Magdeburg) will sie im deutschen Viererkajak eine starke Rolle spielen und bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitreden. Betreut wird die deutsche Damen Junioren Mannschaft von der Karlsruher Trainerin Maren Knebel. Für Knebel ist es nach der erfolgreichen Junioren WM in Kanada vor gut drei Wochen der zweite Einsatz für den Deutschen Kanuverband in dieser Saison. |
| Auch die 16-jährige Mera Klapheck ist in Szeged gleich doppelt gefordert. Im C2 über 200 Meter startet sie gemeinsam mit der Magdeburgerin Stine Lemke. Auf der kurzen Sprintdistanz entscheiden Start, Schlagfrequenz und perfekte Abstimmung über Erfolg oder Misserfolg. Zudem ist Klapheck im Mixed-C4 über 500 Meter im Einsatz. Dort kniet sie gemeinsam mit Jonas Prehl (Leipzig), Makar Pron (Essen) und Lia Marder (Leipzig) im Boot. Für die Rheinbrüder-Athletin bietet die Europameisterschaft damit die Gelegenheit, sich in unterschiedlichen Bootsklassen auf internationalem Niveau zu präsentieren und nach den Olympic Hope Games im vergangenen September die nächsten Erfahrungen im Deutschlandtrikot zu sammeln. |
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| Mera Klapheck (links) und Rebecca Hirsch (rechts). Beide sind für die anstehende Europameisterschaft gut aufgestellt, und wollen um die Medaillen kämpfen. (©Helge Prang/GES) |
| Parallel dazu sind die Rheinbrüder auch ab Donnerstag bei den Finals in Hannover vertreten. Das Multisport-Event bringt zahlreiche deutsche Spitzenathletinnen und -athleten zusammen und bietet dem Kanurennsport auf dem Maschsee eine besondere nationale Bühne. Mit Cheyenne Heidl, Marie-Sophie Syskowski, Tim Bechtold, Nils Böhm und Jette Brucker sind auch hier gleich mehrere Karlsruher Athletinnen und Athleten am Start. |
| Die Starterinnen der Juniorenweltmeisterschaften, Cheyenne Heidl und Marie-Sophie Syskowski, werden jeweils im C1 antreten. Beide gehören seit 2 Jahren zu den prägenden Gesichtern der starken Karlsruher Canadiergruppe und haben bereits mehrfach gezeigt, dass sie auch auf großer Bühne konkurrenzfähig sind. Besonders deutlich wurde dies bei der Junioren-WM in Halifax vor gut drei Wochen. Für Syskowski kommt in Hannover ein besonderer Start hinzu: Im C2 wird sie gemeinsam mit Conrad Robin Scheibner aus Berlin antreten. Scheibner zählt als Olympiastarter und Weltmeister zu den bekanntesten deutschen Canadierfahrern. Für Syskowski ist dieser gemeinsame Start eine besondere sportliche Herausforderung und zugleich eine wertvolle Erfahrung. |
| Auch der Karlsruher Canadier-Vorzeigeathlet Tim Bechtold wird bei den Finals im C1 an den Start gehen. Der Rheinbruder zählt seit Jahren zu den stärksten deutschen Canadierfahrern seiner Altersklasse und will sich in Hannover gegen die nationale Konkurrenz behaupten. Neben Bechtold wird auch sein Mannschaftskamerad Nils Böhm erstmals bei den Finals antreten. Böhm, der im letzten Jahr Teil der deutschen Junioren Nationalmannschaft war, startet seit 2026 in der Herrenklasse und möchte in Hannover seine Sprintfähigkeiten mit der deutschen Elite messen. |
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| Die nominierten Athletinnen und Athleten aus dem Rheinhafen für die diesjährigen Finals in Hannover: Cheyenne Heidl, Marie-Sophie Syskowski, Tim Bechtold, Jette Brucker und Nils Böhm (von links nach rechts). (©Helge Prang/GES) |
| Im Kajakbereich vertritt die KIT-Studentin Jette Brucker die Rheinbrüderfarben im K1. Die erfahrene Karlsruherin bringt viel internationale Sprint-Erfahrung von Junioren und U23 Welt- und Europameisterschaften mit. Die Deutsche Meisterin im 200 Meter-Zweier der Damen wird bei den Finals gleich im Vorlauf gegen die zurzeit stärkste deutsche Kanutin und amtierende Europameisterin Pauline Jagsch (Berlin) antreten. |
Für die Rheinbrüder ist das kommende Wochenende damit ein Gradmesser an zwei unterschiedlichen Orten. „In Szeged geht es für unsere zwei Juniorinnen um internationale Erfahrung, Finalchancen und mögliche Medaillen bei der Europameisterschaft. In Hannover stehen gleichzeitig prestigeträchtige Rennen auf nationaler Bühne inklusive TV-Übertragungen im Fokus. Dass der Verein bei beiden Veranstaltungen vertreten ist, stellt einmal mehr die Breite und Qualität unserer Trainer in der Leistungssportarbeit unter Beweis”, unterstreicht Rheinbrüder-Chef Detlef Hofmann. Bericht: Cedric Maas
Bilder: ©Helge Prang/GES
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