Unglückliche Niederlage im Pamina-Supercup

Pamina-SupercupSoultz-sous-Forets (ps). Ein sehr ausgeglichenes, faires Spiel, Torchancen auf beiden Seiten und am Ende eine Entscheidung im Elfmeterschießen – das Spiel des Pokalsiegeres der Region Wissembourg im Nordelsass, der SG Soultz-sous-Forets/Kutzenhausen gegen den Karlsruher Kreispokalsieger FC Alemannia Eggenstein, hatte alles was man sich unter einem guten Fußballspiel vorstellt. 5:4 gewannen die Elsässer schließlich im Elfmeterschießen, nach einen 2:2-Unentschieden am Ende der regulären Spielzeit. Im Vordergrund stand jedoch die deutsch-französische Begegnung über die Grenze hinweg.

Die Eggensteiner erwischten vor knapp 200 Zuschauern einen fulminanten Start. Sie drückten in den ersten zehn Minuten mächtig, so dass das 1:0 in der achten Minute die logische Folge war. Dann aber kamen die Gastgeber zunehmend besser ins Spiel, konnten jedoch bis zur Halbzeit nichts am Spielstand ändern. Das 1:1 gelang dann kurz nach der Pause, wurde aber von den Gästen aus Eggenstein direkt zum 1:2 gekontert. Aus einer etwas verworrenen Situation entstand schließlich der für die Heimmannschaft verdiente Ausgleich zehn Minuten vor dem Ende, so dass die Entscheidung im Strafstoßschießen fallen musste. Beide Mannschaften hatten sich zusammen mit ihren beiden Verbänden zuvor darauf verständigt, dass auf eine Verlängerung verzichtet wird, da es in Soultz kein Flutlicht gibt.

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Das Elfmeterschießen begann wie das Spiel selbst: mit einem Vorteil für die Gäste aus Eggenstein, denn Torwart Sven Däggelmann konnte gleich den ersten Strafstoß der Elsässer parieren. In der Folge ging es hin und hier, Tore wechselten sich mit Fehlschüssen über das Tor, gehaltenen Bällen und zwei Lattenknallern des Eggensteiner Teams ab. Die Hausherren trafen am Ende einmal mehr und freuten sich überschwänglich über den 5:4-Sieg im Elfmeterschießen. Die Eggensteiner Kicker waren zwar enttäuscht, aber Spielausschussvorsitzender Thomas Mayer fand trotzdem versöhnliche Worte. „Das war ein schöner Saisonausklang. Wir hatten unsere Chancen, haben Sie aber einfach nicht gut genug verwertet. Beim Pokalsieg im Mai haben wir im Elfmeterschießen deutlich besser getroffen (6:5 gegen VfB Knielingen). Aber wir sind ein junges Team und können ganz entspannt in die nächste Saison gehen.“ FCA-Spieler Danny Zimmerer fügte hinzu: „Glückwunsch an die französischen Gegner, die fair gekämpft haben wie wir auch.“

Die Sieger ehrten viele der Ehrengäste aus dem Elsässischen und dem Badischen Fußballverband, dem Fußballkreis Karlsruhe, aus der Politik, vom Eurodistrict Pamina und vom Förderer Credit Mutuel. Schon in der Halbzeitpause hatten sie Zeit, sich über die Bedeutung dieses grenzüberschreitenden Vergleichs auszutauschen, gerade im Hinblick auf die bevorstehende Europameisterschaft in Frankreich.

Vor Beginn der neuen Saison werden noch die Supercup-Spiele der anderen Pokalsieger der Pamina-Region folgen: Der Sieger der Region Haguenau im Elsass spielt gegen den Bezirkspokalsieger von Baden-Baden (Südbaden), der Kreispokalsieger der Südpfalz (Südwestdeutscher Fußballverband) gegen den Pokalzweiten der Region Wissembourg.