Brüßler und Friedt sind dreifache Studenten-Vize-Weltmeisterinnen

Kanuten Sarah Brüßler, Isabel Friedt und Felix Frank  Foto: privat
Kanuten Sarah Brüßler, Isabel Friedt und Felix Frank
Foto: privat

Karlsruhe (ps). In der letzten Woche fand im portugiesischen Montemor-o-Velho die Studenten-Weltmeisterschaft 2016 statt. Von den Rheinbrüder Karlsruhe qualifizierten sich Sarah Brüßler, Isabel Friedt und Felix Frank für die Titelkämpfe.

Für die beiden U23-Europameisterinnen des vergangenen Jahres, Brüßler und Friedt, lief es auch an der Atlantikküste bei den studentischen Welttitelkämpfen nahezu perfekt.
Im Zweierkajak über 500 Meter erkämpften Brüßler, studiert Psychologie und Friedt macht ihren Bachelor in Kultur und Wirtschaft, die Vizeweltmeisterschaft hinter dem starken portugiesischen Boot Laia/Cabrita, nichts ahnend, dass dies nur der Startschuss für ein wahres Silberbad werden würde.

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Denn bereits einen Tag später, durften die Rheinschwestern, zwei weitere Silbermedaillen feiern. Gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Caroline Arft und Katharina Köther (beide Essen), gelang ihnen der zweite Rang sowohl über die 500 Meter als auch abschließend über die 200 Meter-Sprintdistanz. Der Sieg ging hier jeweils an das mit Olympiamannschaftsteilnehmerinnen gespickte Boot aus Polen. Das tat der Stimmung bei den Damen aber keinen Abbruch, wie Isabel Friedt nach ihrer Rückkehr berichtete: „Wir sind mit dem Ausgang der Rennen sehr zufrieden. Das polnische Boot war unschlagbar und die Bedingungen, mit extremem Wind waren doch sehr anspruchsvoll. Wir sind gute Rennen gefahren und haben uns super verstanden.“
Knapp ohne eine Medaille aber mit drei sehr guten Finalplätzen kehrte auch Felix Frank, studiert Bau- und Immobilienmanagement, zurück nach Deutschland. Der in diesem Jahr für die Rheinbrüder startende Allrounder erzielte im Einerkajak über 500 Meter mit seinem vierten Platz die beste Platzierung.

Trotzdem ärgerte sich Felix Frank nach der Studenten WM immer noch ein wenig, dass es im Einer nur die „Holzmedaille“ wurde, da er im Finish gegen Athleten aus Frankreich und Italien, welche auf windbegünstigteren Bahnen lagen, nur ganz knapp das Nachsehen hatte.
Gemeinsam mit dem am Stützpunkt der Rheinbrüder trainierenden und an der TH Karlsruhe studierenden Heilbronner Yannik Pflugfelder konnte der 23-jährige zudem noch einen sehr guten fünften Platz im K2 über 1.000 Meter erzielen.
Seine variable Einsatzfähigkeit zeigte Felix insbesondere auch mit Rang acht im Zweierkajak über 200 Meter mit David Schmude (Essen).

Schon im kommenden Monat werden Sarah Brüßler und Felix Frank mit dem U23-Auswahlteam bei den Europameisterschaften in Plovdiv/Bulgarien erneut um internationale Titel kämpfen.
Beiden jungen Athleten prophezeit Detlef Hofmann, Cheftrainer Nachwuchs im Deutschen Kanu-Verband sowie BSP Leiter der Beiden, eine positive Entwicklung, „wenn sie es schaffen auch in Zukunft die Ausbildung an den Universitäten und das umfangreiche Training miteinander zu verbinden.“
Erneut eine International Medaille für Cathrin Dürr
Canadierfahrerin Cathrin Dürr war während die Studenten-Weltmeisterschaften in Montemor stattfanden, einer Einladung des Internationalen Kanu-Verband (ICF) gefolgt.
Wie in den vergangenen Jahren lud die ICF im französischen Boulogne sur Mer zu einem internationalen Trainingslager mit abschließendem Wettkampf für die Damen-Canadier-Fahrerinnen ein.
Das Ziel der Maßnahme ist die Verbesserung des internationalen Leistungsniveaus bei den Frauen Canadiern. „Das Training mit den Athletinnen aus aller Welt macht mir jedes Jahr enormen Spaß und der Women Canoe Cup am Ende findet in Nationen übergreifenden Bootsbesetzungen statt. Ich hatte um die 14 Rennen an einem Wochenende, das ging ganz schön an die Substanz.“
Das abschließende 2.000 Meter-Rennen wurde dann im Einercanadier ausgetragen und Cathrin Dürr gelang eine Woche nach der Goldmedaille beim World Cup in Portugal, eine Silbermedaille im C1 zu erkämpfen. Eigentlich wäre diese sogar golden gewesen, aber die Kampfrichter hatten nicht gesehen, dass die Siegerin aus Chile zwei Wendebojen ausgelassen hatte. Dies hätte eigentlich zu einer Disqualifikation führen müssen