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Halbfinal-Rückspiele der Motoball-Playoffs


Mit einer Überraschung endeten am Wochenende die Halbfinals in den Playoffs der Motoball-Bundesliga. Der MSC Ubstadt-Weiher drehte einen Vier-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel, zog ins Finale ein und sorgt somit für eine Neuauflage des Endspiels 2025 gegen Titelverteidiger MSC Puma Kuppenheim.

Von Wesley Baankreis

Dass es so kommen würde, damit war im Vorfeld nicht zu rechnen. Nach dem 7:3-Hinspielsieg hatte der MSC Comet Durmersheim ein vermeintlich komfortables Polster von vier Toren. Allerdings nutzten die Ubstädter ihren Heimvorteil nahezu perfekt und drehten die Serie durch einen 7:1 (3:0)-Sieg vor eigenem Publikum noch komplett.

„Unser Ziel ist voll und ganz aufgegangen. Anders als noch im Hinspiel haben wir unsere Chancen dieses Mal genutzt. Und hinten standen wir sehr sicher, haben wenig zugelassen und den Comet immer wieder unter Druck gesetzt“, war Dominik Hassis, sportlicher Leiter der Ubstädter, auch mit dem Abstand einer Nacht noch hoch zufrieden mit dem Ausgang des Abends.

Dabei lieferten sich beide Teams lange ein ausgeglichenes Duell, bei dem die Hausherren in der Nachspielzeit des ersten Viertels durch Marco Weis (20.+4), der ansonsten besonders mit guter Defensive hervorstach und es Durmersheim so sehr schwer machte, in Führung gingen. Ein verwandelter Freistoß von Kevin Gerber (25.) sowie ein Treffer von Dominik Hassis (38.) markierten später den 3:0-Pausenstand, der dem MSC Comet noch immer zum Weiterkommen gereicht hätte. Anders sah es mit dem 4:0 von Luca Böser (53.) in Unterzahl aus, da der Hinspiel-Vorsprung damit egalisiert war. Als erneut Böser (65.) und Hassis (66.) eine Überzahlsituation nutzten und auf 6:0 erhöhten, war der Gesamtverlauf doch gedreht. Das 7:0 von Hassis (73.) machte dann alles klar, bevor Dennis Ring (77.) noch den Ehrentreffer erzielte, der für die Gesamtbilanz aber nicht reichte.

„Die Niederlage und das Ausscheiden sind extrem bitter. Unser Ziel war das Finale daheim. Aber Ubstadt-Weiher war im Rückspiel besser und hat die Tore gemacht. Aber daraus werden wir lernen und hoffentlich stärker nächste Saison zurückkehren. Trotz allem haben wir eine gute Saison gespielt“, sagte ein merklich niedergeschlagener Comet-Trainer Timo Brunner nach dem Ausscheiden.

Knapper endete das zweite Rückspiel des Halbfinals am Wochenende, was angesichts des deutlichen Fünf-Tore-Vorsprungs aus dem Hinspiel für Titelverteidiger MSC Puma Kuppenheim aber eher verschmerzbar war. Zumal der Primus neben Jannis Schmitt (langzeitverletzt) mit Timm Anselm (verletzt) einen zweiten Leistungsträger nicht dabei hatte. Am Ende aber stand ein 3:2 (0:0) gegen einen gut kämpfenden MSC Taifun Mörsch zu Buche. Dabei bot der Rekordmeister vor allem in der ersten Halbzeit sehr gut Paroli und ließ kaum etwas zu. Erst nach dem Seitenwechsel sorgte Max Schmitt (42./55.) mit einem Doppelpack für die Puma-Führung, die Luis März (67.) zwischenzeitlich auf 2:1 verkürzte.

Mit dem 3:1 von Julian Bitterwolf (73.) war zu Beginn der Schlussphase jedoch alles entschieden. Am Ende gelang Mörsch durch das 3:2 von Max Weimar (79.) noch ein Anschlusstreffer und ein versöhnlicher Abschied in die Winterpause.