Knielingen gewinnt überraschend klar in Pforzheim – TVK setzt ein Ausrufezeichen
Foto: Andreas Arndt
Pforzheim/Karlsruhe (tvk). Bereits seinen dritten Auswärtssieg in der laufenden Saison feierte der TV Knielingen. Bei der SG Pforzheim/Eutingen 2 gab es einen am Ende sehr klaren 34:24-Erfolg. Zur Pause waren die Knielinger noch mit einem Tor in Rückstand gewesen (14:15). Der Aufsteiger aus der Fächerstadt setzte damit, eine Woche vor dem Derby gegen Ettlingen, ein Ausrufezeichen.
Die Gäste aus der Fächerstadt taten sich in der ersten Spielhälfte allerdings zunächst etwas schwer. Das Spielgeschehen gestaltete sich vorerst ausgeglichen. Keines der Teams konnte sich absetzen. Dabei machten die Knielinger allerdings vor der Pause mehr Fehler als die Pforzheimer. So waren die Gastgeber zeitweise zwei Tore weg (10:8 und 11:9). Die zu Beginn defensiv agierende TVK-Abwehrformation fand keinen Zugriff auf den Gegner, was die Gastgeber zu nutzen wussten. Die Pforzheimer spazierten dabei mehrfach durch die Lücken und trafen ins Knielinger Tor. Erst mit einer etwas offensiveren Variante wurden die Knielinger Abwehrbemühungen erfolgreicher. Zudem parierte TVK-Torhüter Dominik Merz mehrfach gute Möglichkeiten der Männer aus der Goldstadt. Kurz vor dem Pausenpfiff waren die Knielinger deshalb mit 14:13 vorn (29. Spielminute). Die SG konnte allerdings gegenhalten und der TVK ging dann mit einem kleinen Rückstand in die Halbzeit (14:15).
Ein ganz anders Bild gaben die Knielinger im zweiten Spielabschnitt ab. Hinten funktionierte das Abwehr-Torhüter-Zusammenspiel immer besser und durch die Körperlichkeit der Männer aus dem Karlsruher Westen wurde es für die Hausherren immer schwerer zu Torerfolgen zu kommen. Nach Ballgewinnen kam der TVK in sein Tempospiel, dem die Pforzheimer an diesem Tag nur noch wenig entgegen zu setzen hatten. Kontinuierlich baute man den Vorsprung von 16:15 auf 22:18 aus. Als Henry Borsch auf 23:18 stellte, machte sich bei den zahlreich angereisten TVK-Fans die Zuversicht breit, dass ihr Team durchaus die Chance auf zwei Punkte hatte. Da machte sich auch die Rote Karte gegen Frederik Bohm nach 36 Spielminuten nicht negativ bemerkbar. Auch wenn die TVK-Trainer Benny Borrmann und Marc Sautter mit zunehmender Spielzeit häufiger wechselten, der jeweils eingewechselte Spieler fügte sich nahtlos ins Spiel ein.
Wenn man nur die zweite Halbzeit betrachtet, gewannen die Knielinger diese überragend mit 20:9. Starke Paraden von Dominik Merz und eine kämpfende Abwehr, die dem Gegner nur noch wenig gestattete, sorgte für eine Knielinger Überlegenheit. Die ließ sich bald am Spielstand ablesen. Über die Zwischenstände 26:19 und 30:21 zog man immer deutlicher Weg. Der Einsatz des siebten Feldspielers im Angriff oder die offene Deckung brachten den Pforzheimern im Fortgang des Spiels keinen nachhaltigen Erfolg mehr. Knielingen fand die Lücken und legte stattdessen weiter vor. Mit dem 32:22 durch Ole Kling wurde der Torabstand zweistellig.
Letztlich fuhren die Knielinger mit einem überraschend deutlichen, aber hoch verdienten 34:24-Sieg in Richtung Rhein und haben mit 8:6 wieder ein positives Punktekonto in der Tabelle. TVK-Trainer Benny Borrmann zeigte sich nach Spielende nicht ganz zufrieden: „Wir haben heute nur 40 Minuten ein gutes Spiel gezeigt. Was auf uns zu kommt, wusste das Team. Aber in den ersten 20 Minuten haben wir zu viele Fehler gemacht und waren in der Abwehr zu wenig körperlich. Nach der Abwehrumstellung haben wir vieles besser gemacht. Die Pforzheimer hatten es extrem schwer Tore zu erzielen. Wenn wir hinten gut verteidigen und in unser Tempospiel kommen, sind wir in der Oberliga nicht leicht zu schlagen. Das hat sich heute einmal mehr bestätigt. Das Zusammenspiel zwischen Torhüter und Abwehr in der zweiten Halbzeit war die Basis für den sehr deutlichen Erfolg. Wir haben die zweite Spielhälfte mit elf Toren gewonnen. Das sagt viel über die Qualität, die wir auf die Platte gebracht haben.“
Kader des TV Knielingen: Dominik Merz (Tor, 1), Fabian Bolz (Tor), Patrick Reither (4), Till Eißler (3), Philipp Reither (6/2), Martin Leufke, Ole Kling (6), Dennis Estedt, Robin Hörsting (2), Robin Hildenbrand (4), Frederik Bohm (2), Jochen Rabsch, Lukas Metzger (1), Henry Borsch (2), Yann Majunke (3).
