Drei Athleten der Rheinbrüder bei Junioren Weltmeisterschaften

 Rheinbrüder Katinka Hofmann Quelle: ps
Rheinbrüder Katinka Hofmann
Quelle: ps

Karlsruhe (ps). Am Wochenende finden in der weißrussischen Hauptstadt Minsk die Junioren und U23 Weltmeisterschaften im Kanu-Rennsport statt. Insgesamt werden dort über 800 Athleten um die internationalen Meistertitel kämpfen. Von den Rheinbrüder Karlsruhe stehen ab Freitag Jan Bechtold, Katinka Hofmann und Kim Riedle in der Junioren-Klasse im Startschuh des „Nationalen weißrussischen Olympia-Trainingszentrums für Rudern und Kanu“.

Detlef Hofmann, Chefbundestrainer Nachwuchs des Deutschen Kanu-Verband (DKV), führt die 36 Athleten umfassende deutsche Mannschaft an. Mit Ralf Straub der die U23 Damen-Mannschaft betreut, wird ein weitererheinbruder
das WM-Team verstärken.

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Bei den Damen Junioren wird Kim Riedle zusammen mit Saskia Regorius (Potsdam) im Zweierkajak über 500
Meter um Medaillen kämpfen.
Im Viererkajak über 500 Meter gilt es für die beiden 17-jährigen Karlsruherinnen Katinka Hofmann und Kim Riedle gemeinsam mit Jule Hake (Lünen) und Clara Thieme (Potsdam) die Bronzemedaille aus der Vorjahres-WM gegen extrem starke Ungarinnen, Russinnen und Weißrussinnen zu verteidigen.

Der 18-jährige Jan Bechtold freut sich über den Einsatz im Viererkajak über 1.000 Meter, zusammen mit Jonas Draeger (Cottbus), Jakob Schopf (Berlin) und Jakob Thordsen (Hannover). Ob sich ein ähnlicher Erfolg wie 1999, als die Rheinbrüder Arnd Goldschmidt und Michael Reil Junioren-Weltmeister im Viererkajak über 1000m wurden, wiederholen lässt, darauf möchte sich Cheftrainer Detlef Hofmann nicht festlegen lassen. Er stellt jedoch fest: „Die Mannschaft hat sehr professionell trainiert und einige gute Zeiten in der Vorbereitung gezeigt, aber die Konkurrenz ist in diesem Jahr bärenstark wie die EM Ergebnisse zeigten“.

Die Aussichten auf Edelmetall bei den Damen-Junioren sind gleichfalls nicht schlecht. Hofmann gibt allerdings zu bedenken, dass in den letzten zehn Jahren die Nationen eng zusammengerückt sind und es nicht nur mehr zwischen Ungarn und Deutschland um Gold geht. „Wenn du da nicht dein bestes Rennen abrufen kannst, dann bist du auch ganz schnell nicht in den Medaillenrängen“, so die Einschätzung Hofmanns. Trotzdem sieht er auch im Damenbereich die Mannschaft gut aufgestellt und freut sich auf den Beginn der Titelkämpfe.