KSC offensiv mit viel Luft nach oben

KSC Training 9 August029Karlsruhe (mia). Nach fünf Spieltagen hat der Karlsruher SC gerade einmal vier Punkte auf dem Zweitliga-Konto. Die angestrebte Offensivausrichtung hat dem KSC bisher genau zwei Tore durch Dimitris Diamantakos eingebracht. Defensiv steht der KSC meist gut, nach vorne hingegen tut sich weniger.
Auch im Spiel gegen den FC St. Pauli konnten die Karlsruher Tabellen-15. offensiv nicht überzeugen, lediglich der griechische Offensivmann, der mit 32 die meisten Sprints auf den Rasen brachte, traf mit seiner ersten und einzigen Chance.
In der ersten Halbzeit verbuchte die Truppe von KSC-Coach Tomas Oral gegen die nur einen Platz besseren Hamburger gerade einmal einen Schuss aufs Tor und drei Torschüsse. Von Pauli taumelten dagegen vier Bälle auf das von Keeper René Vollath gehütete Tor und sie gaben sechs Torschüsse ab.
Immerhin war die Laufleistung des KSC mit 118 Kilometern im Vergleich zum Spiel bei Union Berlin höher. 16 Kilometer mehr waren sie gelaufen, Grischa Prömel lieferte die Höchstleistung mit 12 Kilometern ab. Schnellster KSC-Profi war Neuzugang Florian Kamberi, der es auf eine Geschwindigkeit von 33 km/h brachte. Dennoch, ein Offensivfeuerwerk war auf beiden Seiten weit entfernt.
Das Tor gegen den KSC fiel nach einem Patzer der Hintermannschaft. Vollath lud gemeinsam mit Bjarne Thoelke in der 32. Spielminute die Nordlichter zum Treffer ein. Ein Rückpass auf den Karlsruher Torwart, dessen produzierter Pressschlag fand über Kyoung-Rok Choi bei Aziz Bouhaddouz einen Abnehmer, der zur Führung nur noch einschieben musste. Eine erneute Fehlerkette, die wie in den Partien zuvor von den Gegnern ausgenutzt wurde.
In der zweiten Spielhälfte agierte der KSC besser. Sieben Torversuche und ein Schuss aufs Tor, der im Ausgleichstreffer durch Diamantakos endete, verzeichnen die Statistiker.
Die meisten Torschüsse allerdings gab nicht ein Stürmer des KSC ab. Boubacar Barry, der als hängende Spitze oder Doppelspitze agieren sollte, verlor 69 Prozent seiner Zweikämpfe, kam auf keine Torchance.
Während Moritz Stoppelkamp gleich sechs Torversuche verzeichnet, kamen die restlichen aus der Verteidigerreihe. Dennis Kempe, Martin Stoll und Bjarne Thoelke versuchten sich je ein Mal.
Insgesamt kamen auch gegen Pauli nur wenige Bälle in der Spitze an, viel mehr wurde oft der Weg nach hinten zum eigenen Keeper gesucht.
Der KSC hat noch viel Luft nach oben, die es bald auszuschöpfen gilt. Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich in Hannover am Mittwochabend.