ASV: Tabellenführer eine Nummer zu groß

ASV Grünwettersbach Samuel Wal­ker
ASV Grünwettersbach Samuel Wal­ker

Karlsruhe (ps). Die erwartete Niederlage kassierte das junge ASV Grünwettersbach-Quartett beim Spitzenreiter der Tischtennis-Bundesliga in Fulda. Dabei verkaufte der Gast sein Fell teurer als es das reine Ergebnis vermuten ließ, blieb jedoch am Ende ohne realistische Siegchance (TTBL: TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – ASV Grünwettersbach          3:0).

Beide Teams griffen beim Aufstellungspoker in die Trickkiste. So stellten die Hausherren ihre etatmäßige Nr. 2, Jonathan Groth an Postition 3 auf, während beim ASV Jan Zibrat, der in der letzten Saison Wang Xi besiegen konnte, sein Saisondebüt in der TTBL gab.

Gleich im ersten Match kam es zum erneuten Aufeinandertreffen der beiden Letztgenannten, diesmal jedoch mit dem besseren Ende für Wang, der dem keineswegs enttäuschenden Jan Zibrat nur einen Satzgewinn gestattete.

Am meisten umkämpft war das 2. Match zwischen Masataka Morizono und dem deutschen Nationalspieler Ruwen Filus. Letzterer lief speziell im Entscheidungssatz zur absoluten Topform auf und gab so Masataka in diesem Satz mit 11:5 das Nachsehen.

Sam Walker startete gegen den dänischen Meister Jonathan Groth stark und konnte den ersten Satz knapp für sich entscheiden. Doch im Folgenden nahm der junge Däne immer mehr das Heft in die Hand und punktete schließlich zum 3:0 Sieg für den TTC, der somit als einziges Team noch ohne Verlustpunkt ist.

Pokal-Fluch nicht beendet

Genau fünf Tage nach dem 3:1-Sieg in der TTBL konnte der ASV gegen den Post SV Mühlhausen das fast schon zur Tradition gewordene frühe Ausscheiden im Pokal nicht verhindern. Vor einer enttäuschenden Kulisse gingen die Gäste mit 2:0 in Führung. Zwar schaffte der ASV noch den Ausgleich, doch im letzten Einzel machten die Gäste den Sack zu (Pokal-Achtelfinale: ASV Grünwettersbach – Post SV Mühlhausen   2:3).

Bereits zu Beginn der Partie fiel eine gewisse Vorentscheidung. Masataka Morizono, am letzten Sonntag noch gefeierter Held bei zwei ungefährdeten Siegen, kam gegen den clever agierenden Daniel Habesohn nur schwer in Gang. Zwar schien sich der kleine Japaner nach zähem Ringen bei 7:3 und 8:5 Führungen im Entscheidungssatz doch noch ins Ziel retten zu können, doch plötzlich riss bei ihm der Faden und Daniel Habesohn brachte sein Team unerwartet in Front.

Alvaro Robles konnte im Anschluss das 0:2 für die Thüringer nicht verhindern. Zwar kämpfte er sich nach 0:2 Satzrückstand nach teilweise sehenswerten Ballwechseln nochmals an den druckvoll agierenden Ovidiu Ionescu heran, doch wie so häufig in letzter Zeit musste Alvaro am Ende des 4. Durchgangs einige Netz- und Kantenbälle hinnehmen, die ihm den Entscheidungssatz verwehrten.

Nach der Pause erlebten die Zuschauer dann einen von Beginn an hoch motivierten und entschlossenen Sam Walker, der Lars Hielscher in jeder Phase der Partie beherrschte und sein Team durch seinen ungefährdeten 3:0-Erfolg auf Tuchfühlung brachte.

Auch in seinem zweiten Einzel gegen Ovidiu Ionescu tat sich Masataka Morizono über weite Strecken der Partie schwer. Doch biss sich der Japaner regelrecht in das Match, gab auch bei Rückständen nicht auf und hatte am Ende mit 11:9 im Entscheidungssatz die Nase vorn.

Somit musste die Entscheidung im letzten Einzel zwischen Alvaro Robles und Daniel Habesohn fallen. Nachdem der Österreicher den Auftaktsatz sicher für sich entscheiden konnte, keimte nochmals Hoffnung auf, als Alvaro Durchgang 2 klar dominierte. Doch im Anschluss übernahm der Postler wieder das Kommando in der Box und steuerte einem am Ende ungefährdeten Sieg entgegen, der gleichzeitig das erneute frühe Ausscheiden des ASV im Pokal besiegelte.