KSC-Stadiondebatte: Öffentliche Veranstaltung im Juli

Karlsruhe (ps). Nachdem der Gemeinderat Karlsruhe im Dezember 2013 den Wildpark endgültig als Standort des neuen Fußballstadions für den Karlsruher SC festgelegt hat, soll das Gremium nach der Sommerpause 2014 darüber entscheiden, wie das Stadion und das zugehörige Sicherheits- und Verkehrskonzept aussehen soll und ob neu gebaut oder eine Generalsanierung durchgeführt wird, meldet die Stadt Karlsruhe in einer Pressemeldung.

Parallel dazu hat der KSC vergangene Woche eine Initiative „JA zum Stadionneubau“ gestartet und sammelte mittlerweile über 10.000 Stimmen.

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Bis dahin ist noch eine Menge an Grundlagenarbeit zu leisten, um die Rahmenbedingungen für die Planung und die Auftragsvergaben abzuklären. Dazu hat Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup neun Projektgruppen eingerichtet, in denen unter Federführung der Karlsruher Fächer GmbH der Boden für den weiteren Umsetzungsprozess bereitet wird. Angefangen beim Stadion selbst, über das Raumprogramm, den Flächenbedarf, Grundstücksfragen und rechtliche Planungs- und Verfahrensfragen bis hin zur Finanzierung, Infrastruktur und dem späteren Betrieb der Sportstätte reichen die Themen, mit denen sich Mitarbeiter der städtischen Fachämter gemeinsam mit externen Experten beschäftigen, um dem Gemeinderat ein stabiles Fundament für seine Entscheidung liefern zu können.

Bereits in Gang gesetzt wurden die artenschutzrechlichen Untersuchungen. Im April soll dann der Planungsausschuss den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan fassen sowie eine Besichtigungsfahrt der gemeinderätlichen Wildparkkommission zur Coface Arena in Mainz durchgeführt werden. „Parallel dazu laufen die Abstimmungsgespräche mit Fanvertretern und die Verhandlungsrunden mit dem Karlsruher SC“, ergänzt OB Dr. Mentrup den „sicherlich ambitionierten Zeitplan“. Der sei nicht zuletzt notwendig, damit die seit längerer Zeit in Aussicht gestellten Fördermittel des Landes nicht anderweitig verplant werden. „Ein transparentes und bürgernahes Verfahren ist mir dennoch besonders wichtig“, will Mentrup nicht nur den organisierten Fanverbänden des KSC sondern allen am Stadionprojekt Interessierten die Möglichkeit geben, sich zu informieren und zu beteiligen.

Dazu soll es im Juli eine öffentliche Veranstaltung geben, in der über den Stand der Dinge informiert wird. Alle Fakten sind auch schon jetzt auf der Informationsplattform unter www.karlsruhe.de/fussballstadion nachzulesen – von den ersten Standortuntersuchungen in den Jahren 2005 und 2006 bis hin zu den öffentlichen Forumsveranstaltungen im letzten Jahr. Für Anregungen und Fragen an die städtischen Verantwortlichen gibt es eigens die Mailadresse fussballstadion@karlsruhe.de.