KSC erhält saftige Strafe vom DFB für Derby-Randale

Karlsruhe (dfb/mia). Für den Karlsruher SC drohen schwere Zeiten. Dass der KSC in die Dritte Liga absteigt, steht fest aber nun kommen auch noch hohe Kosten für die Ausschreitungen beim KSC-VfB-Derby und weiteren Spielen hinzu.

Der KSC hat bereits Maßnahmen ergriffen, um dies künftig zu verhindern.

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Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Karlsruher SC nach den schweren Zuschauer-Vorkommnissen im Zweitligaspiel gegen den VfB Stuttgart am 9. April 2017 zu einem Meisterschaftsspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit („Geisterspiel“) am Sonntag zu Hause gegen Dynamo Dresden (Anpfiff 15.30 Uhr) verurteilt. Ausgenommen von diesem Ausschluss sind Dauerkarteninhaber für Sitzplätze (nicht jedoch in den Bereichen B1 und B2), die in den Blöcken E1 und E2 unterzubringenden maximal 2400 Gästefans sowie VIP-Karteninhaber und Rollstuhlfahrer. Der Kartenvorverkauf für das Spiel ist sofort einzustellen.

Darüber hinaus erhält der KSC wegen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger im Spiel beim 1. FC Nürnberg am 31. März 2017 eine Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro. Der Verein hat das vom DFB-Kontrollausschuss in der mündlichen Verhandlung beantragte Urteil bereits akzeptiert, das Urteil ist damit rechtskräftig.

Hans E. Lorenz, der als Vorsitzender des DFB-Sportgerichts die Sitzung in Frankfurt leitete, sagte zur Urteilsbegründung: „Die Vorfälle in Stuttgart waren von Umfang und Schwere so außergewöhnlich, dass auch die Sanktion eine außergewöhnliche sein muss. Es ist im Interesse des Wettbewerbs, dass die Strafe noch in dieser Saison vollstreckt werden kann.“

Beim Spiel in Stuttgart hatten etwa 150 KSC-Zuschauer zunächst vor Anpfiff den Block gestürmt und später durch zahlreiche und massive Pyro-Vergehen dafür gesorgt, dass die Begegnung in der 17. Minute für rund zweieinhalb Minuten unterbrochen werden musste und sich der Beginn der zweiten Halbzeit um etwa sechs Minuten verzögerte. Eine Gesundheitsgefährdung anderer Zuschauer und am Spiel Beteiligter wurde dabei billigend in Kauf genommen. Während des Spiels in Nürnberg gab es ferner Böller- und Becherwürfe eines KSC-Zuschauers in Richtung des Spielfeldes.

„Trifft den KSC hart“

„Dieses Urteil trifft den KSC hart. Wieder einmal müssen wir als Verein aufgrund eines krassen Fehlverhaltens sogenannter Fans finanzielle Einbußen hinnehmen“, erklären KSC-Präsident Ingo Wellenreuther und die beiden Vizepräsidenten Günter Pilarsky und Holger Siegmund-Schultze.

„Wir bedauern es außerdem sehr, dass nun viele unserer treuen und friedfertigen Anhänger in den Stehplatzbereichen ebenso unter den Folgen der für den Verein und für alle echten KSC-Fans beschämenden illegalen Vorkommnisse leiden müssen.“

Der Verein wird in den kommenden Tagen weiter über die organisatorischen Details zum Heimspiel am Sonntag, 14. Mai 2017, informieren.