KSC vs FCK: „Gewalt lässt sich nicht rechtfertigen“

Karlsruhe (pol) – Für die am kommenden Samstag (29.04.2017) um 13.00 Uhr anstehende Fußballbegegnung des Karlsruher SC gegen den 1. FC Kaiserlautern setzt die Polizei zur Gewährleistung größtmöglicher Sicherheit auf die Kommunikation mit den Fans des KSC und des FCK. Polizeieinsatzleiter Fritz Rüffel hat sich wegen des erhöhten Gefahrenpotentials wieder mit offenen Briefen an die Anhänger auf beiden Seiten gewandt und neben Verhaltenstipps auch Empfehlungen für die An- und Abreise gegeben. Diese Hinweise der Polizei sind auch auf den Internetseiten beider Fußballvereine zu lesen.

Bei zurückliegenden Begegnungen beider Teams konzentrierte sich die besondere Spannung und Brisanz leider nicht immer nur auf das Spiel. Mehrfach galt es, drohende Eskalationen verfeindeter Fangruppen unter dem Einsatz starker Sicherheitskräfte zu verhindern. „Trotz der aktuell ungünstigen sportlichen Situation für den KSC appellieren wir an die Vernunft aller Fußballbegeisterten, auch diese Umstände mit der gebotenen Gelassenheit zu sehen und zu einem friedlichen Verlauf dieser Sportveranstaltung beizutragen“, so die Botschaft von Einsatzleiter Rüffel.

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Bei dieser als Hochrisikospiel eingestuften Begegnung gilt es insbesondere, zur Vermeidung gewalttätiger Aktionen beide Fanseiten konsequent voneinander fernzuhalten. Randalierern wie auch Straftätern werde man sofort die „rote Karte“ zeigen und ihnen damit kein Forum bieten. „Gewalt lässt sich nicht rechtfertigen“, so der Einsatzleiter. Dies betrifft gleichermaßen das Tragen von Vermummungen wie auch das Abbrennen von Pyrotechnik.

Anti-Konfliktteams

Um Gewalt und Randale erst gar nicht aufkommen zu lassen, sind wieder Anti-Konflikt-Teams im Einsatz, die mit beschrifteten gelben Warnwesten auch als solche erkennbar sein werden.

Zum Ende des Spiels könnte je nach Entwicklung der Nachspielphase der Adenauerring nicht nur wie üblich für den Fahrzeug-, sondern darüber hinaus auch für den Fußgängerverkehr in Richtung des Durlacher Tors gesperrt werden. Die Sperrung mittels Gitter wird dann ab dem „Eingang Mitte“ (hinter der Gegentribüne) erfolgen. Die Polizei empfiehlt deshalb allen Fans des KSC, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Wildpark gekommen sind, sich nach Ende des Fußballspiels über den Schlossgarten zu den Straßenbahnhaltestellen „Marktplatz“ beziehungsweise „Kronenplatz“ zu begeben oder das Stadion über den Ausgang „Fasanengarten“ zu verlassen. Darüber hinaus bleibt für alle abwandernden KSC-Fans auch der Adenauerring in Richtung Mühlburger Tor geöffnet.

Für bahnreisende Kaiserslauterer Fans wird am Samstag ein direkter Bustransfer vom Hauptbahnhof zum Wildparkstadion zur Verfügung stehen. Hierzu erwarten sie Busse an der Südseite des Bahnhofs. Nach dem Spiel steht für die Gästefans wieder ein Bustransfer vom Stadion auf direktem Weg zum Hauptbahnhof zur Verfügung.

Nicht zuletzt aufgrund der umfangreichen Baumaßnahmen im Innenstadtbereich empfiehlt es sich, rechtzeitig in den Wildpark zu kommen. Wegen der erhöhten Sicherheitsstufe sind die Ordnungskräfte überdies im Interesse aller Besucher gehalten, sorgfältige Eingangskontrollen durchzuführen. Für die Durchführung der Sicherheitsmaßnahmen und damit verbundener Wartezeiten bittet die Polizei alle Fußballfreunde schon jetzt um ihr Verständnis.