KSC verkauft sich teuer, aber scheidet im Pokal aus

Karlsruhe (mia). Der Karlsruher SC hat die erste Runde im DFB-Pokal gegen Erstligist Bayer Leverkusen vor 17.073 Zuschauern in der Verlängerung mit 0:3 verloren.

Defensiv sehr gut aufspielend nahm der KSC den Gästen aus dem Oberhaus von Beginn an den Wind aus den Segeln.

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Der KSC wollte wie die Sportfreunde Lotte in der vergangenen Saison zum Pokalschreck werden und den Erstligisten aus dem Wettbewerb kegeln. Auf einer Position verändert war der KSC ins Rennen gegangen. Für den gesperrten Daniel Gordon war wie erwartet Martin Stoll in die Innenverteidigung gerückt.

Von Beginn an drängten die Gäste, der KSC musste alles aufbieten, um das Gegentor zu verhindern. Die erste gute Möglichkeit im Spiel hatte Karim Bellarabi (2.). Alexander Siebeck kam nicht mit, der Leverkusener aber setzte den Ball übers Tor des KSC. Leverkusen setzte die Karlsruher unter Druck, die konnten sich aber noch gut wehren und verhinderten noch gute Chancen. Auf der Gegenseite sorgte Florent Muslija für Trubel. Die konsequente Verteidigung der Karlsruher bereitete den Gästen noch Probleme.

 

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In der 13. kamen die Karlsruher zur besten Chance bis dato. Florent Muslija zögerte zu lange und entschied sich für einen Pass zu Oskar Zawada, der aber scheiterte an Keeper Leno. Marc Lorenz (16.) versuchte sich wenig später nach einem schnellen Konter aus der Ferne.

KSC verteidigt stark

Dann war es aber wieder Bayer. Kevin Volland (17.) verfehlte das Tor von Uphoff nur knapp, nach Freistoß traf Jonathan Tah (19.) den Ball nicht richtig und legte die Kugel übers Tor des KSC. Admir Mehmedi (24.) setzte sich gegen gut verteidigende Karlsruher bald durch, konnte den Ball aber nicht im Tor unterbringen. Auch Uphoff (26.) hielt den Kasten beim Kopfball von Dominik Kohr sauber.

Der KSC bekam kaum Ruhephasen, Leverkusen drängte, scheiterte aber an der Abwehr der Hausherren. Zu unsauber agierten die bisweilen auch im letzten Drittel. Noch hatten sie kein Mittel gefunden. Dagegen suchte der KSC seine Chance über Standards, die man zuvor im Geheimtraining geübt hatte. Siebeck (33.) hatte den Ball nach Freistoß aber nicht richtig erwischt. Kurz vor der Pause war es dann wieder Mehmedi, der gefährlich wurde, aber ebenso zu ungenau abschloss wie Dominik Kohr. Die Karlsruher hatten sich gegen den Erstligisten gut präsentiert und gingen verdient ohne Gegentor in die Pause.

KSC verkauft sich teuer

Ohne Wechsel kamen die Teams aus der Kabine. Es zeichnete sich aber das gleiche Bild ab wie in Durchgang eins. Leverkusen griff an, der KSC wehrte sich und verhinderte Tore.

Nach vorne aber taten sich die Karlsruher gegen den Erstligisten schwer. So war Lorenz‘ Hereingabe nur beim Gegner gelandet und Zawada (70.) später als die Leverkusener am Ball. Die Gäste spielten zu ungenau, kamen nicht mehr gefährlich vors Tor der Karlsruher. Erst in der 78. wurde es brenzlig. Kevin Volland (78.) rannte in Keeper Uphoff und brachte den Ball nicht im Tor unter. Uphoff blieb liegen und musste behandelt werden.

Bittere Gegentore

Die Karlsruher versuchten nun mehr Druck auszuüben, schaffte es aber nicht gefährlich zu werden.  Aber auch hinten ließen sie nichts zu, auch wenn Bayer den Druck noch erhöht hatte.  So konnte Uphoff (90.) Kohrs Schuss zur Ecke lenken und das Gegentor in höchster Not verhindern. Auch Bailey scheiterte am Karlsruher Schlussmann.

Auch vier Minuten oben auf brachten keinen Sieger, so ging es in die Verlängerung. Da ging alles ganz schnell. Julian Brandt (93.) trat zum Freistoß an, Dominik Kohr sprang hoch und köpfte zum 1:0 für den Erstligisten ein.

Es dauerte nicht lange bis auch der nächste Treffer für Bayer fiel. Joel Pohjanpalo (99.) konnte ungehindert aufs KSC-Tor zulaufen und zum 2:0 einschieben. Die Karlsruher schienen überfahren durch die zwei Gegentore, nachdem man sich so gut präsentiert hatte in den ersten 90 Minuten. Was folgte aber war das 3:0. Bailey trat an und verwandelte in der 105. Minute zum dritten Gegentor.

Aber geschlagen gab sich der KSC nicht. So kämpften sie sich vors Tor der Leverkusener, Siebeck zog ab, ein Leverkusener hielt den Fuß dazwischen, der Ball flog knapp vorbei, auch Lorenzs Freistoß konnte von Leno geklärt werden. Fünf Minuten vor dem Ende war es fast ein Eigentor. Lorenz schoss aufs Tor, Leno rutschte der Ball durch die Finger Tah versuchte zu klären und schoss Leno an. Der KSC gab nicht auf, aber unterlag.

KSC: Uphoff – Camoglu, Pisot, Stoll, Siebeck – Bülow – Muslija (93. Luibrand), Wanitzek (83. Hofmann), Lorenz – Fink (108. Vujinovic), Zawada (71. Schleusener).