Hypothek der ersten Halbzeit zu hoch: PSK verliert verdient

Karlsruhe (ps). Die Runde geht weiter: Nach der langen Weihnachtspause startete der PSK am Sonntagabend mit einem Auswärtsspiel beim MTV Karlsruhe. In der letzten Partie der Hinrunde galt es, den Gegner keinesfalls zu unterschätzen. Denn in der Vorwoche konnte dieser sensationell den bisherigen Tabellenführer SSC schlagen.  (MTV Karlsruhe – PSK, 36 : 28 (23 : 13))

Dass dieser Sieg nicht von ungefähr kam, das bewiesen die Hausherren vom Start weg und machten dem PSK erhebliche Probleme in der Defensive. Vor allem über den Kreis kam der MTV zu vielen einfachen Toren und konnte die Abwehr des PSK mit einfachsten Mitteln aushebeln. Schon früh konnte sich der Gegner deshalb stückweise absetzen (4:1, 12:7, 15:9). Auch eine Abwehrumstellung brachte nicht die gewünschten Effekte – zu inkonsequent, zu passiv agierten die Spieler auch weiterhin in der Deckung. Somit waren keinerlei schnelle Gegenstöße über erste und zweite Welle möglich, da man nahezu in jedem Angriff einen Gegentreffer kassierte. Hinzu kam, dass auch das eigene Positionsspiel lahmte. Nur selten gelangen Lösungen durch Auslösehandlungen und es fehlte an Tempo und Tiefe im Spiel. Mit einem unglaublichen Rückstand von 13:23 ging es deshalb in die Kabine.

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Der Frust saß bei so manchem Spieler schon tief und doch versuchte Coach Glivarec, seine Spieler wieder aufzurichten. Zumindest wollte man in der zweiten Halbzeit nichts unversucht lassen und vielleicht mit einer kleinen Portion Glück noch Richtung Unentschieden schielen. Zunächst schien es so, als könnte eine kleine Aufholjagd gelingen, denn mit einer nun offensiven Deckung holte man etwas auf (26:18). Nach ihrer Auszeit kam der MTV aber wieder besser ins Spiel und stellte den alten Vorsprung wieder her. Der PSK mühte sich, der PSK versuchte einiges – und doch kam man zu keinem Zeitpunkt näher als sechs Tore an den Gegner heran. Die eigene Chancenverwertung und weggeworfene Bälle im Angriff machten die weitere Aufholjagd schwer. Bei den Gastgebern lief hingegen nahezu alles an diesem Tag und somit sicherten sich diese auch verdient den Sieg.

Leider war die Hypothek nach der ersten Halbzeit viel zu hoch, um noch etwas erreichen zu können. Machten die PSK-Spieler im zweiten Durchgang noch ein recht ordentliches Spiel, so muss über den Auftritt zuvor deutlich gesprochen werden. Mit 23 Gegentoren nach 30 Minuten kann man gegen keinen Gegner der Welt gewinnen. Vor allem nicht gegen die zweitplatzierte TG Neureut, bei der man kommenden Sonntag (17 Uhr) gastiert. Hier muss die Mannschaft von Beginn an ganz anders auftreten, sonst droht dem PSK ein Debakel.

Es spielten:

Stoll, de Bel (beide Tor), Herr (8), Bretzinger (8/2), Strüwing (5), Heß, Reither (je 3), Armbrust 1, Kiefer, Ptok, Proft und Riekert.