Unnötige Niederlage wegen Spielermangel

Berghausen (ps). Motiviert einen Sieg mit nach Hause zu bringen, fuhren die Damen des TSV am sonnigen Samstag nach Freiburg. Die Damen hatten zwar einen vergleichsweise kleinen Kader mitgebracht, wollten jedoch an das erfolgreiche Spiel aus der Hinrunde gegen den USC anknüpfen. Hier haten sie vor heimischer Kulisse mit 15 Punkten gewonnen. (USC Freiburg vs. TSV Berghausen 75:51 (29:31))
Direkt zu Beginn des Spiels wurde man mit der unangenehm engen und körperlichen Defense der Freiburgerinnen konfrontiert. Der TSV hatte es schwer, den Ball nach vorne zu bringen. Zudem stand die eigene Defense zu unsauber, sodass man dem USC allein in diesem Viertel 12 Freiwürfe bescherte. Mit dem Viertelstand von 15:12 stand jedoch fest, dass es ein Rennen auf Augenhöhe werden würde.

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Bereits im zweiten Viertel ließen die Hausherrinnen konditionell schon nach und sie standen dem TSV nicht mehr ganz so aggressiv auf den Füßen, wie noch zu Beginn des Spiels. Zudem hatte man sich auch besser auf die Härte eingestellt und schaffte es, die Anzahl überhasteter Abschlüsse zu reduzieren. Doch auch wenn die Defense nun sauberer stand, hatte Freiburg in diesem Viertel acht Freiwürfe, die sie auch besser trafen als noch am Anfang. Doch trotz einiger Turbulenzen auf dem Spielfeld sprach die Anzeige für die Gäste aus Berghausen, die an Stärke im Angriff zugelegt hatten: das Viertel ging 21:14 an den TSV, sodass man mit einem hauchfeinen Vorsprung von 31:29 in die Pause ging.
Freiburg hatte den besseren Start ins dritte Viertel, sodass der TSV bereits nach den ersten vier Minuten 31:38 hinten lag. Dies ließen die Damen jedoch nicht auf sich sitzen, die nächsten vier Minuten gehörten wieder dem TSV, sodass es 41:40 für die äste stand. Letztlich lag am Ende des Viertels der USC wieder minimal vorne – die letzten zehn Minuten des Schlagabtauschs versprachen spannend zu werden. Mit einem Punktestand von 45:43 für den USC begannen die letzten zehn Minuten.
Die letzten zehn Minuten wurden nun zu einem Paradebeispiel, wie schnell sich das Blatt in dieser Sportart wenden kann. Kurz vor Ende des dritten Viertels war für Julia das Spiel bereits wegen Foulbelastung beendet worden. Anfang des vierten Viertels verletzte sich dann Hannah, im Anschluss (32. Minute) fielen auch Sara und Michelle mit ihrem jeweils fünften Foul aus. Diese Gegebenheiten stellten die Damen vor die Aufgabe, die letzten acht Minuten des Spiels nur noch zu viert in Unterzahl zu bestreiten. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Damen bereits 48:43 hinten. Durch die Unterzahl-Situation stieg nun auch der Druck und die Offensivleistung löste sich praktisch in nichts auf. Diese Situation wurde dann noch verschärft, als in der 36 Minute auch noch Aufbau-Spielerin Edyta ihr fünftes Foul machte. Zu diesem Zeitpunkt wollte der TSV das Spiel nur noch beenden. Freiburg spielte gnadenlos weiter fünf gegen drei, als auch Janna ausfiel am Ende fünf gegen zwei. Nichtsdestotrotz schaffte es der TSV im letzten Viertel noch zu Punkten, Lara machte am Ende in der zwei gegen fünf Unterzahl sogar noch zwei Körbe. Das letzte Viertel führte mit seinem 30:8 Ergebnis letztlich jedoch zu einem denkbar unrepräsentativen Endstand von 75:51 für Freiburg. An diesem Tag hätte dem TSV eine tiefer besetzte Bank und eine klarere Linie der Schiedsrichter definitiv geholfen.
In Erinnerung sollten die Damen jedoch die ersten drei Viertel behalten, in denen das Spiel ein Kampf auf Augenhöhe war, den man unter anderen Rahmenbedingungen gewonnen hätte.
Für den TSV spielten:
Michelle Rakanovic (11), Malaika Bartsch, Lara Rapp (10), Julia Veloso de Oliveira (6), Edyta Cieslik (2), Hannah Wiesenberg (7), Sara Amrhein (7), Janna Barth (8)