21:8! Germanen glänzen beim ersten Halbfinal-Hit in Nendingen

Ringer von der Germania Weingarten Foto: biHeinD Fotodesign

Weingarten (ps). Der SV Germania ist dem erneuten Finaleinzug in der DRL einen riesengroßen Schritt nähergekommen. Im Halbfinal-Hinkampf beim ASV Nendingen siegten die Weingartener dank einer starken Mannschaftsleistung am Montag klar mit 21:8. Die größten Ausrufezeichen setzten dabei die russischen Freistil-Asse Abasgadzhi Magomedov und Arsen-Ali Musalaliev.

Die nächste Auflage des Evergreens in der Tuttlinger Mühlauhalle verlief mal schmerzhaft, mal technisch hochklassig – vor allem aber fast durchgehend zu Gunsten der Gäste. Gleich zum Auftakt fuhr Javier Dumenigo den erwarteten Vierer gegen Valentin Lupu ein. Der Kubaner profitierte allerdings davon, dass sein Rivale beim Stand von nach einem Durchdreher verletzungsbedingt aufgeben musste. Auch der folgende Kampf im Superschwergewicht bis 130 Kilogramm ging nicht über die volle Distanz. Weingartens Etienne Wyrich stürzte bei einem Angriff seines Widersachers Georgi Sakandelidze unglücklich mit dem Rücken in eine Werbebande und gab das Gefecht angesichts seines aussichtslosen 0:12-Rückstands vorzeitig auf. Einen echten Sahne-Tag erwischte derweil Abasgadzhi Magomedov. Der junge Russe griff beim 12:2 gegen Yowlys Bonne Rodriguez mehrmals ganz tief in die Trickkiste und brachte den Weltmeister von 2018 sogar an den Rand einer Schulterniederlage. „Er gehört zweifelsohne zu den besten Technikern, die je unser Trikot getragen haben“, schwärmte Weingartens sportlicher Leiter Sebastian Mayer hinterher – während sich Magomedov von den mitgereisten Fans feiern ließ. Auch Nikoloz Khakelashvili sammelte beim 3:0 über Oleksandr Shyshman zwei wichtige Mannschaftszähler für den SVG. Luis Orta tat sich gegen den kurzfristig nachnomierten Serghei Baumann zunächst schwer, legte ihn dann aber mit einer blitzsauberen 5er-Wertung auf die Schultern.

Auch im zweiten Durchgang ließen die Germanen keinen Zweifel daran, dass sie ihren schwäbischen Dauerrivalen, dem sie zwischen 2014 und 2016 dreimal in Folge knapp den Titel überlassen mussten, diesmal aus dem Weg räumen wollen. U-23-Europameister Arsen-Ali Musalaliev zeigte einen seiner bislang besten Kämpfe für den SVG und überraschte gegen Vize-Weltmeister Yabrail Hasanov mit einem 7:0-Erfolg, Publikumsliebling Alejandro Valdes schlug Andrej Perpelita nach starkem Beginn mit 8:2 und machte so schon im siebten Duell des Abends den Gesamtsieg der Gäste klar. Jan Fischer präsentierte sich gegen den früheren Weingartener und amtierenden Weltmeister Zhan Belenyuk vor allem im Standkampf bärenstark und verlor nur durch eine sehenswerte 4er-Wertung mit 1:4, anschließend zog sich auch Dimitrii Petaikin beim 0:5 gegen den zweimaligen U-23-Weltmeister Daniel Cataraga achtbar aus der Affäre. Den Schlusspunkt unter einen aus SVG-Sicht nahezu perfekt gelaufenen Halbfinal-Hinkampf setzte Magomed Kadimagomedov gegen Evgheni Nedealco. Allerdings musste auch der Rivale des Russen beim Stand von 6:0 vorzeitig verletzt die Segel streichen.

Der Rückkampf steigt bereits am kommenden Samstag um 19.30 Uhr in der Mineralix-Arena. Da wollen die Germanen – gemeinsam mit ihren treuen Anhängern – dann auch den letzten Schritt zum angestrebten Final-Derby gegen den KSV Ispringen gehen.

Die Einzelergebnisse im Überblick
60G: Valentin Lupo – Javier Dumenigo 2:7 (0:4, Aufgabe Heim)
130F: Giorgi Sakandelidze – Etienne Wyrich 12:0 (4:0, Aufgabe Gast)
63F: Rodriguez Yowlys Bone – Abasgadzhi Magomedov 2:12 (0:3)
97G: Oleksandr Shyshman – Nikoloz Kakhelashvili 0:3 (0:2)
67G: Serghei Baumann – Luis Orta 0:6 (0:4, SS Gast)
87F: Yabrail Hasanov – Arsen Ali Musalaliev 0:7 (0:2)
72F: Andrej Perpelita – Alejandro Valdes Tobier 2:8 (0:2)
87G: Zhan Belenyuk – Jan Fischer 4:1 (2:0)
77G: Daniel Cataraga – Dimitri Petaikin 5:0 (2:0)
77F: Evgheni Nedealco – Magomed Kadimagomedov 0:6 (0:4, Aufgabe Heim)
Endergebnis: 8:21