Nach dem Pokalsieg nichts mehr zu feiern

Der Alltag hat die Pokalhelden schnell wieder eingeholt. Nach dem phantastischen Auftritt beim Final-Four setzte es für den ASV in der TTBL in Düsseldorf eine krachende Niederlage und auch das Heimspiel gegen Post SV Mühlhausen ging klar verloren, obwohl sich der ASV zu Hause mit mehr Entschlossenheit gegen die Niederlage stemmte.

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TTBL: Borussia Düsseldorf – ASV Grünwettersbach 3:0

            ASV Grünwettersbach – Post SV Mühlhausen 0:3

Wer beim Duell Rekordmeister gegen Pokalsieger eine spannende und knappe Partie erwartet hatte, sah sich schnell eines Besseren belehrt, denn die Hausherren, nach dem Halbfinalaus im Pokal auf Wiedergutmachung bedacht, bestimmten das Geschehen auf dem ARAG-Centercourt nach Belieben und gestatteten den Gästen nicht einmal einen Satzgewinn. Die ASV-Asse hingegen wirkten über weite Strecken etwas müde und ließen den letzten Biss vermissen.

Timo Boll, der gegen den ASV scheinbar mit Vorliebe antritt, brachte sein Team durch ein klares 3:0 gegen Sathiyan Gnanasekaran auf die Siegesstraße. War dieser Auftakt zu erwarten, so überraschte die deutliche 0:3 Niederlage von Dang Qiu gegen seinen ehemaligen Teamgefährten Ricardo Walther doch etwas, da Dang gegen Ric in der Vergangenheit meist gut ausgesehen hatte.

Im bereits abschließenden Spiel gelang auch dem zuletzt starken Wang Xi gegen Anton Källberg kein Satzgewinn, so dass die 1000 Zuschauer bereits nach 80 Minuten den Heimweg antreten konnten.

Auch die Heimpartie gegen Mühlhausen stand unter keinem guten Stern, ließen doch die von den Trainern Joe Sekinger und Erik Schreyer ausgeklügelten Aufstellungen diesmal nichts Gutes für die Hausherren erahnen. So musste Wang Xi zunächst gegen Steffen Mengel in die Box, gegen den er zuletzt keine Erfolgserlebnisse hatte. Nach ausgeglichenem Auftakt kam der Postler ab dem dritten Satz immer besser in Fahrt und diktierte das Geschehen. Auch ein furioser Endspurt von Xi in Durchgang 4 war nicht mehr von Erfolg gekrönt, so dass Steffen seine Gelben mit 1:0 in Front bringen konnte.

Ein temporeiches Spiel auf Augenhöhe lieferten sich anschließend Sathiyan Gnanasekaran und Ovidiu Ionescu. Im Entscheidungssatz hatte der ASV-Akteur unter dem Jubel der Fans beim 4:0 bereits den Sieg vor Augen, doch der Vize-Europameister spielte nun alles oder nichts und spielte bis zum 5:11 fehlerlos, so sehr sich Sathi auch ins Zeug legte.

Im bereits abschließenden Match schien Tobias Rasmussen gegen Daniel Habesohn zunächst chancenlos. Doch Mitte des zweiten Satzes kam Tobi besser in Fahrt und spielte einige spektakuläre Bälle. Doch auch hier agierte der Postler unter dem Strich abgeklärter und konstanter und hatte am Ende mit 3:1 Sätzen die Nase vorn.

Jugend fordert Routine

So. 19.01., 14 Uhr: ASV Grünwettersbach 2 – TTC Wohlbach

Zu einem erneuten Duell Jugend gegen Routine kommt es am Sonntag im TT-Zentrum, wenn der TTC Wohlbach bei der ASV-Reserve gastiert.

Die Oberfranken spielen bisher eine hervorragende Saison und rangieren aktuell auf dem 2. Rang. Dabei stützen sie sich vor allem auf ihre tschechischen Spitzenspieler Michal Benes und Richard Vyborny.

Die jungen Wilden des ASV mussten zum Rückrundenauftakt gegen den SB Versbach einen Dämpfer einstecken, als sie gegen den Tabellennachbarn klar verloren.

Doch gegen den TTC haben die Jungs von Bene Gonzales Perez nichts zu verlieren und können frei aufspielen – vielleicht diesmal mit einem erfreulicheren Ende.