Rollstuhl-Rugby: Verloren gegangene Rollstühle, Fieber und Spannung bei der dritten Knielinger Rauferei

Karlsruhe (ps). Zum dritten Mal stand das Rollstuhl Rugbyturnier in Karlsruhe Knielingen auf der Agenda. Mit den steigenden Coronazahlen und direkten Fiebervorfällen zweier Turnierteilnehmer stand die dritte Knielinger Rauferei jedoch auf Messers Schneide.

Grünes Licht gab der Veranstalter erst als am Vorabend des Turniers gegen 22:30 Uhr die letzte positive Nachricht bezüglich beider „negativer“ Coronatests eintrudelten.
Nach großer Erleichterung musste bereits frühmorgens eine Stunde vor Turnierbeginn erneut improvisiert werden. Das Freiburger Team hatte bei der Anreise auf der Autobahn seinen Anhänger mit den Rugbystühlen verloren.
Kurios war, dass der Fahrer dieses erst 30 Kilometer später realisierte. Die drei mit Rugbystühlen bereits anwesenden Freiburger verstärken sich mit einem erfahrenen nichtbehinderter Rugby-Sparringspartner, Sevan Sarisin. Mit den Teams aus Freiburg, Illerrieden, Tübingen und Karlsruhe war das Turnier ausgeglichen besetzt. Nach der Vorrunde zeichnete sich eine Dominanz der Illerriedener Donauhaie ab. Spannend jedoch sollte das Halbfinale zwischen den Karlsruhe Griffins und den Freiburg Dragons werden.
Dieses Spiel war an Dramaturgie nicht zu überbieten.

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Dritte Knielinger Rauferei

In der Verlängerung des 5. Satzes beim Stand von 11:10 für Karlsruhe hieß es in der Halle:  … Die Karlsruhe ziehen sich erneut in die Zone zurück. Doch kein Problem für die Dragons ihre Positionsspieler in die Zone zu bringen. Peter Schreiner berührt die Keylinie und ist damit vierter in der Zone. Ergo, Schreiner in die Penaltybox, Freiburg mit 4:3 Überzahl und Seiteinwurf.“
Lautstark peitschte Schreiner seine drei Mitspieler an: „aggressiv, aggressiv, keine Fouls“. Im sicheren Glauben bei Überzahl den Ausgleich zu erzielen verdaddelten die Dragons den Ball.


Von der Penalty Box wurde es lauter. Schreiner von der Seite: „auf Jungs, Konzentration und bewegen, bewegen“. Die total verunsicherten Freiburger schafften es nicht den Einwurf der Griffins mit einer Feldüberlegenheit von 4:2 Spielern ab zu fangen. Mit vollem Adrenalin und letztem Einsatz schafften es die Karlsruhe Griffins tatsächlich das Spiel in Unterzahl mit 12:10 im 5. Satz zu entscheiden.
Am Ende reichten die Kräfte nicht mehr um den Illerriedenern Donauhaien im Finale ausreichend Paroli zu bieten.

Ergebnis

Sieger: Donauhaue Illerieden

2. Griffins Karlsruhe

 3. Dragons Freiburg

4. Tübingen Bulls