Starker Auftritt am Niederrhein – LIONS bei den Giants klar vorn
Karlsruhe (psk). Taten sich die PS Karlsruhe LIONS im bisherigen Saisonverlauf der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auswärts in aller Regel sehr schwer, war der 21. März – zu Gast bei den Bayer Giants Leverkusen – ein Tag zum Jubeln für die Mannschaft von Headcoach Demond Greene. Nach einer verschlafenen Anfangsphase bestimmten die Badener das Geschehen lange Zeit und konnten gegen Ende angesichts eines großen Vorsprungs sogar ihre Kräfte schonen. Durch das 75:98 am 28. Spieltag in Nordrhein-Westfalen bleibt das Karlsrudel weiterhin im Rennen um die Playoff-Plätze.
Zunächst waren die LIONS ohne Wurfglück und taten sich schwer, ins Spiel zu finden. Ganz anders die Giants, die wacher wirkten und sich mit schnellen Händen und dem einen oder anderen Tempogegenstoß nach drei Minuten auf 11:2 absetzten. Greene reagierte mit einer Auszeit, aus der seine Schützlinge sichtbar verbessert zurückkehrten, sich konzentriert heranarbeiteten und nach sechs Minuten per Dreier durch Jason George erstmals für den ersten und einzigen Führungswechsel des Abends sorgten. Mit einem 22:3-Run hatten die Badener nach Ablauf von Minute sieben die Partie komplett gedreht. Gegen Ende des ersten Abschnitts gab es auffällig viele Fehlwürfe auf beiden Seiten und die klare Struktur, die zuerst das Spiel Leverkusens und danach das der LIONS ausgezeichnet hatte, war etwas verloren gegangen. Maurice Pluskota sorgte mit einem Dreier-Buzzerbeater für den 18:28-Zwischenstand nach dem Auftaktviertel. Zwei Minuten nach Wiederbeginn – als die Hausherren sich gerade wieder etwas stabilisiert hatten – schickte David Cohn einen Dreier zum 24:35 durch die gegnerische Reuse und veranlasste damit die Hausherren, ihre erste Auszeit zu nehmen. Doch auch danach waren die LIONS das souveränere Team, hielten die zweistellige Führung und wurden mit zunehmender Dauer immer dominanter. Das Tempo in der Offense und die Aggressivität in der Defense stimmten, und im Gegensatz zur Heimniederlage gegen Bayreuth am vergangenen Wochenende auch die Rebound- und Trefferquoten. Nach dem Seitenwechsel ging es beim Stand von 41:56 weiter – mit einem Dreier von Isaiah Hart, nur wenige Sekunden nach Wiederbeginn. Kurz darauf überschritt der LIONS-Vorsprung die 20-Punkte-Marke, während die Leidensfähigkeit des Publikums in der Leverkusener Ostermann-Arena auf die Probe gestellt wurde. In Minute 24, beim Stand von 44:70, war die nächste Auszeit der Gastgeber fällig. Doch Karlsruhe präsentierte sich sowohl in der Vorwärts- wie auch in der Rückwärtsbewegung wie aus einem Guss und baute die Führung zwischenzeitlich auf über 30 Zähler aus. Die Giants zeigten indes Moral, gaben sich nicht auf, konnten die letzten Minuten des dritten Viertels halbwegs ausgeglichen gestalten, lagen aber vor Beginn des Schlussabschnitts dennoch mit 52:82 zurück. Nun schaltete Greenes Team einen Gang zurück, ermöglichte damit den Giants den einen oder anderen schönen Abschluss, verwaltete den wertvollen Auswärtssieg aber äußerst kontrolliert.
Alle elf nach Leverkusen gereisten LIONS-Spieler konnten sich auf dem Scoreboard eintragen. Am erfolgreichsten waren Isaiah Hart und David Ejah mit jeweils 19 Punkten. Mit zusätzlich zwölf Rebounds holte Ejah ein Double Double. Maurice Pluskota kam auf 15 Zähler, Jason George scorte zwölffach, Tyrese Williams elffach. Am kommenden Wochenende geht es für Karlsruhe erneut nach Nordrhein-Westfalen. Ein Sieg am 28. März bei Tabellenschlusslicht Münster ist Pflicht, wenn man weiterhin die Chance auf die Teilnahme an der Meisterschaftsrunde wahren möchte.
