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Basketball

Schwache Trefferquoten, überraschend starker Gegner – LIONS verlieren in Münster

Karlsruhe (psk). Nachdem die VfL SparkassenStars Bochum, auf Tabellenplatz acht in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, zum Auftakt des 29. Spieltags eine Niederlage eingefahren hatten, ergab sich für die PS Karlsruhe LIONS – aktuell auf Rang neun – die große Chance, am 28. März nach Siegpunkten gleichzuziehen und die Tür zu den Playoffs aufzustoßen. Zu Gast bei den abstiegsgefährdeten Uni Baskets Münster wurde daraus aber nichts. Der Tabellenletzte war gut auf die Badener eingestellt und überzeugte mit variablem Spiel. Hinzu kam eine eklatante Abschlussschwäche beim Karlsrudel, das zu kaum einem Zeitpunkt an die starke Leistung des vergangenen Wochenendes anknüpfen konnte, als man das Duell mit den Bayer Giants Leverkusen dominiert hatte. Die Uni Baskets schickten die LIONS am Ende mit 89:64 nach Hause.

Münster startete aufgeweckt und kam nach einem Steal zu frühen Fastbreak-Punkten. Tyrese Williams antwortete noch in der ersten Minute mit einem Dreier für die Gäste. In der Anfangsphase war das Team von Headcoach Demond Greene, anders als später, die bessere Mannschaft, nutzte geschickt die Lücken in der gegnerischen Defense und zog nach drei Minuten auf sieben Punkte davon. Dann aber fehlte den LIONS die Genauigkeit im Abschluss – ein Problem, welches sich durch die gesamte restliche Partie ziehen sollte. Die Uni Baskets setzten zu einem Neun-Punkte-Run an, beendeten das erste Viertel mit 22:15 und zeigten sich auch in Abschnitt zwei erfrischend selbstbewusst. Dank einiger Distanztreffer hielten die Gäste einigermaßen den Anschluss, gerieten aber in der 14. Minute erstmals zweistellig in Rückstand. Da die Karlsruher Fieldgoal-Quote schwach blieb, setzte sich Münster bis zur Halbzeit auf 45:32 ab. Die Führung war verdient. Auch optisch hinterließen die Hausherren den besseren Eindruck, bis auch ihnen gegen Mitte des dritten Viertels längere Zeit kein erfolgreicher Abschluss mehr gelingen wollte. Das führte zu einem Elf-Punkte-Run der LIONS, die plötzlich wieder bis auf vier Zähler heranrückten und so fast in Schlagdistanz waren. Doch auch gegen zwischenzeitlich schwächer verteidigende Gastgeber ließ Greenes Team zu viele Chancen liegen. Bis zur letzten Pause lag das Tabellenschlusslicht wieder mit zehn Punkten vorn. Beim 63:53 waren die Karlsruher Siegchancen trotzdem noch intakt. Spätestens jetzt wäre allerdings eine höhere Effektivität der LIONS aus dem Zweierbereich nötig gewesen. Das Gegenteil war der Fall, wodurch das Spiel eine frühzeitige Vorentscheidung fand.

Isaiah Hart traf sechs seiner elf Dreier-Versuche und war mit 24 Punkten Karlsruhes Topscorer. Kapitän Julian Albus kam auf elf Zähler, David Ejah punktete zehnfach. Ejah mit 13 und Wesley Oba mit zehn gefangenen Abprallern waren gemeinsam für weit über die Hälfte der LIONS-Rebounds verantwortlich. Das Restprogramm der Schützlinge von Demond Greene ist anspruchsvoll. Am Ostersamstag empfangen sie Phoenix Hagen, den souveränen Tabellenführer. Mit Göttingen (Dritter) und Bremerhaven (Vierter) sind zwei weitere Top-Klubs unter den letzten fünf Gegnern Karlsruhes.