Big Point im Saisonendspurt – LIONS in Köln knapp vorn
Karlsruhe (psk). Der 31. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA hätte für die PS Karlsruhe LIONS nicht besser laufen können. Mit einem hauchdünnen Vorsprung setzten sich die Badener im Sonntagsspiel am 12. April bei den RheinStars Köln durch, nachdem sie lange Zeit zurückgelegen hatten. Das hart umkämpfte, intensive und defensiv geprägte Duell endete mit 67:69. Da bereits am Vortag die VfL SparkassenStars Bochum eine Niederlage eingesteckt hatten, rückt Karlsruhe auf Platz acht vor und belegt damit erstmals seit der Frühphase der Saison einen Playoff-Rang.
Die LIONS, bei denen verletzungsbedingt Maurice Pluskota, Jason George sowie Kapitän Julian Albus fehlten, taten sich zu Beginn schwer. Die RheinStars gingen schnell in Front und kontrollierten das Geschehen dank guter Bewegung mit und ohne Ball. Erst Ende der neunten Minute gelang Kilian Binapfl der erste Distanztreffer für die Gäste, die zuvor bereits siebenmal erfolglos von der Dreierlinie gewesen waren. Mikal Dawson reduzierte mit einem weiteren Dreier wenige Sekunden vor der ersten Pause den Rückstand auf sechs Zähler. Mit 18:12 ging es in den zweiten Abschnitt, in dessen Verlauf sich die LIONS deutlich steigerten, nachdem sie ihr Headcoach Demond Greene zwischenzeitlich zweimal in die Auszeit gebeten hatte. Mit einem Neun-Punkte-Sprint in der Schlussphase des Viertels schob sich Karlsruhe heran und glich in Person von Isaiah Hart 14 Sekunden vor der Halbzeit sogar aus, nachdem man wenige Minuten zuvor bereits zehn Zähler ins Hintertreffen geraten war. Bis zum Gang in die Kabinen schoben sich allerdings die Gastgeber wieder nach vorn. Halbzeitstand: 34:32. Nach dem Seitenwechsel war die Partie ausgeglichen. Köln fand offensiv wieder besser ins Spiel, die LIONS konnten aber im Hinblick auf die Intensität mithalten. So versprach der Zwischenstand von 54:49 zur letzten Pause eine spannende Schlussphase. So kam es dann auch. Denn die Badener waren mit guten Nerven ausgestattet und behielten einen kühlen Kopf, was sich vor allem in sicher verwandelten Freiwürfen und guter Ballkontrolle äußerte, während den RheinStars zunehmend Fehler unterliefen. Sah es zwei Minuten vor dem Ende beim 67:61 noch so aus, als sollten die Domstädter den Sieg über die Ziellinie bringen, katapultierten acht Punkte in Folge die Löwen plötzlich nach vorn. Den letzten Gegenangriff ließen die RheinStars ungenutzt. Angesichts der Tatsache, dass die LIONS über die gesamte Spielzeit betrachtet nicht einmal eine Minute lang in Führung gelegen hatten, kann man den Erfolg als glücklich bezeichnen. Dennoch waren die immens wichtigen Punkte hart erarbeitet.
Wesley Oba, der insbesondere in der ersten Hälfte dafür verantwortlich gewesen war, dass sein Karlsrudel den Anschluss hielt, war mit 18 Punkten LIONS-Topscorer. Der häufig glücklose, aber mit 17 Versuchen unermüdliche Isaiah Hart scorte 16-fach. Nun gilt die volle Konzentration von Greenes Schützlingen dem anspruchsvollen Restprogramm. Wollen sie in die Playoffs, so sind Siege Pflicht, denn ganze fünf Verfolger haben zumindest noch theoretische Chancen, Karlsruhe Platz acht wegzuschnappen. Die erste Aufgabe wartet am kommenden Samstag im Heimspiel gegen die viertplatzierten Eisbären Bremerhaven, bevor es eine Woche später zum Dritten, der BG Göttingen geht. Das Hauptrundenfinale steigt dann am 2. Mai in der heimischen Europahalle, wenn die abstiegsgefährdeten Paderborn Baskets Herausforderer sind.
