Rheinbrüder lösen sechs Junioren-WM und zwei Junioren-EM-Tickets in Bratislava
Bild:Undine Horakh Bildquelle: ©Tirolf | Rheinbrüder
Mit starken und vor allem überzeugenden Auftritten bei der internationalen Junioren-Regatta in Bratislava haben die Nachwuchsathletinnen und -athleten der Rheinbrüder Karlsruhe ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt.
Von Katinka Hofmann
Gegen die internationale Konkurrenz überzeugten die Karlsruher Talente in zahlreichen Bootsklassen und sicherten sich dabei gleich sechs Tickets für die Junioren-Weltmeisterschaften im kanadischen Dartmouth sowie zwei weitere Plätze für die Junioren Europameisterschaft in der Kanuhochburg Szeged/Ungarn.
Besonders erfolgreich verlief das Wochenende für die Kajakfahrerinnen. Die bereits international erfahrene Undine Horakh präsentierte sich in hervorragender Form und glänzte mit einem Start-Ziel-Sieg des deutschen K4 über 500 Meter. Zusammen mit Femke Rupf (Magdeburg), Lena Gieschke (Berlin) und Greta Thonscheidt dominierte das deutsche Quartett die 500 Meter Distanz und sicherte sich souverän die Goldmedaille. Auch im K1 über 1000 Meter zeigte die Karlsruherin mit Rang zwei eindrucksvoll ihre internationale Klasse und setzte sich gegen ihre Teamkollegin und Rheinschwester Rebecca Hirsch durch, die als 5. ins Ziel kam. Für eine große Überraschung sorgte die noch 15-jährige Marie Freisinger.
Die junge Rheinbrüder-Athletin paddelte im K1 über 200 Meter auf Platz zwei hinter Junioren-Vizeweltmeisterin von 2024, Anastasia Insabella (Italien), und platzierte sich ganz zur Freude von Heimtrainer Cedric Maas, in einem packenden Endlauf vor der 200 Meter Gewinnerin der nationalen Qualifikation. Noch besser machte es die junge Daxlanderin zusammen mit ihrer Partnerin Levke Uhlmann aus Bochum im K2 über 500 Meter: Das Duo Freisinger/Uhlmann ließ im Finale die gesamte internationale Konkurrenz hinter sich und fuhr in einem taktisch hervorragenden Rennen mit einem großem Vorsprung vor Polen und Kroatien auf den ersten Platz.
Für Moritz Hörner, der in diesem Jahr das erste Mal an einer nationalen Qualifikation teilgenommen hat, und seinen Heimtrainer Yannik Hofmann, zahlte sich die harte Arbeit des letzten Jahres ebenfalls aus. In einem bärenstark gefahrenen „Boot an Boot“ Rennen zündete Hörner gemeinsam mit seinem Berliner Partner Niklas Hilbrich den Endspurtturbo und paddelte im K2 über 500 Meter auf Rang zwei. Das Berlin-Karlsruhe-Duo setzte sich dabei im internen Kampf gegen das zweite deutsche Boot eindrucksvoll durch und qualifizierte sich somit für die Junioren Weltmeisterschaften.
Die Canadier-Juniorinnen der Rheinbrüder bestätigten in Bratislava ihrem Karlsruher Trainer David Reeck ihre starke Entwicklung der vergangenen Monate. Im fast reinen „Karlsruher C4“ über 500 Meter paddelten Cheyenne Heidl, Emelie Göttert und Marie-Sophie Syskowski gemeinsam mit Johanna Larsow aus Leipzig zu einem souveränen Sieg vor Polen. Darüber hinaus konnten die Karlsruherinnen auch in den Zweierbooten mit mehreren Podestplatzierungen gegen die internationale Konkurrenz überzeugen. Das Duo Syskowski/Heidl paddelte über beide Distanzen hinter dem zweiten deutschen Boot Strobel/Larsow in die Medaillenränge. Emelie Göttert, dieses Jahr ebenfalls zum ersten Mal für eine nationale Auswahl am Start, sicherte sich zudem Bronze im C1 über 200 Meter.
Mit insgesamt sechs gelösten JWM-Tickets fällt die Bilanz der Rheinbrüder nach dem ersten internationalen Saisonhöhepunkt entsprechend positiv aus. Neben den Athletinnen und Athleten war mit Maren Knebel auch eine Karlsruher Trainerin Teil des deutschen Teams. Als Auswahltrainerin der deutschen Kajak-Juniorinnen sammelte Knebel in Bratislava zweimal Gold, dreimal Silber und zweimal Bronze.
Knapp an der JWM-Qualifikation vorbei paddelte Rebecca Hirsch. Mit einem guten fünften Platz im K1 über 1000 Meter empfahl sie sich dennoch für die Europameisterschafts-Junioren-Nationalmannschaft, die in Szeged um die Medaillen kämpfen wird fährt als zweite Karlsruher Starterin wird die deutsche Jugendmeisterin über 1000 Meter, Mera Klapheck, bei der JEM in Ungarn für Deutschland an den Start gehen.
Bundesstützpunktleiter Detlef Hofmann zeigte sich hochzufrieden mit den Leistungen seiner Schützlinge: „Die Ergebnisse zeigen, dass unsere Athletinnen und Athleten auch international konkurrenzfähig sind. Besonders erfreulich ist, mit welcher Selbstverständlichkeit viele der jungen Sportler aufgetreten sind. Sechs JWM- und zwei JEM Tickets sind ein starkes Signal für unsere Nachwuchsarbeit im Karlsruher Rheinhafen.“
