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ASC Grünwettersbach besiegt Bremen

ASC Grünwettersbach Foto: Eibner-Pressefoto/Joerg Hirsch

Grünwettersbach (asc). Der SV Werder hat sich für den ASC vom langjährigen Angst- zum Lieblingsgegner gewandelt. In einem dramatischen Bundesligaspiel das für beide Teams voller Höhen und Tiefen war, konnte sich der ASC am Ende mit 2:3 durchsetzen und sich für eine couragierte Mannschaftsleistung belohnen. Zum Helden der Badener avancierte ausgerechnet Tobias Hippler, der aus dem Bremer Umland stammt. Aber auch Ricardo Walther konnte seine lange Durststrecke endlich beenden und schließlich setzte das Doppel Apolonia/Hippler den umjubelten Schlussakkord.

TTBL: SV Werder Bremen – ASC Grünwettersbach 2:3

Bereits das Auftaktmatch weckte im ASC-Lager leichte Hoffnungen auf eine Überraschung. Denn wie schon im Vorjahr trumpfte Tobias Hippler gegen den Ex-Weltmeister im Doppel Mattias Karlsson großartig auf. Zwar ging der Auftaktsatz an den Schweden, doch die folgenden Sätze konnte Hippler das Ruder herumreißen und dominieren. Fast hätte sich der ASC-Linkshänder um den verdienten Lohn gebracht, denn bei einer 2:1 Satzführung benötigte Hippler ganze 7 Matchbälle, ehe er sein Team in Führung bringen konnte.

Diese währte jedoch nicht lange. Ricardo Walther war die Verunsicherung in Anbetracht seiner langen Niederlagenserie deutlich anzumerken. Gegen das konsequente Angriffsspiel von Irvin Bertrand fand Walther zunächst kein Mittel. Zwar konnte er sich dann den 3. Satz sichern, im finalen Durchgang sorgte der drahtige Franzose dann jedoch rasch und kompromisslos für die schnelle Entscheidung.
Auch Tom Jarvis, der sich in den zurückliegenden Spielen in starker Form präsentiert hatte, fand im sicheren Kasachen Kirill Gerassimenko seinen Meister. Zwar konnte Jarvis seinen Gegner immer wieder vom Tisch drängen, der Werderaner fischte aus der Halbdistanz jedoch viele Bälle und hatte in drei engen Sätzen die Nase vorn.
Somit ging Werder mit 2:1 erstmals in Führung.
Im Duell der beiden zuvor unterlegenen Spitzenspieler fand Mattias Karlsson gegen Ricardo Walther zunächst besser ins Match. Doch Ricardo Walther wurde nun zunehmend sicherer, während Karlsson, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte, immer mehr in die Defensive geriet. Als jedoch Walther im 3. Satz gleich 4 Satzbälle vergeben hatte, schien das Match erneut zu kippen. Doch Walther konnte seinen 5. Satzball verwerten und war dann im 4. Satz mit zunehmendem Selbstvertrauen Chef im Ring und konnte zum 2:2 ausgleichen.
Somit musste die Entscheidung im Doppel fallen. Hier setzte Trainer Kilian Ort mit Apolonia/Hippler auf ein neu formiertes Duo, dem gegen Gerassimenko/Bertrand nur Außenseiterchancen eingeräumt wurden. Doch nach einem 5:2 Rückstand im 1. Satz spielte das ASC-Duo großartig auf und ging nach sehenswerten Ballwechseln mit 2:0 Sätzen in Führung.
Auch im 3. Satz dominierte der ASC zunächst. Doch in der Endphase dieses Satzes spielten die Hausherren einige unglaubliche Bälle und holten sich diesen Satz. Auch der 4. Satz schien eine klare Angelegenheit für die Hanseaten zu werden, die schnell mit 7:1 in Führung gingen. Doch Apolonia/Hippler arbeiteten sich Punkt um Punkt heran und hatten beim 8:10 Matchbälle, wovon sie den zweiten zum umjubelten Sieg nutzten.
Durch diesen unerwarteten Sieg konnte sich der ASC vorerst vom 11. auf den 6. Tabellenrang vorarbeiten und hofft, am 25.09. gegen den TTC Zugbrücke Grenzau in der ASC-Arena nachlegen zu können.