Tischtennis-Bundesliga: Das Momentum fehlt beim ASV

Grünwettersbach (asv). Es läuft nicht rund beim Tischtennis-Bundesligisten ASV Grünwettersbach. Zwar ist es keine Schande gegen den Vizemeister zu verlieren, doch nach den starken Vorstellungen gegen die Saarländer in der Vorsaison, war der Auftritt der ASV-Jungs doch etwas blutleer, zumal der FC auf den noch in China weilenden Shang Kun verzichten musste, so die Meldung des ASV.

TTBL: 1.FC Saarbrücken-TT – ASV Grünwettersbach                          3:0

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Deni Kozul, der sich wie zuletzt in guter Form präsentierte,  wurde von Coach Achim Krämer an Position 2 nominiert und traf damit auf den frisch gebackenen Tokio-Silbermedaillengewinner Patrick Franziska. Und Deni spielte stark. Besonders seine Aufschläge stellten Patrick immer wieder vor Probleme. Als Deni in Satz 3 gar einen 4:10 Rückstand in einen 12:10 Satzgewinn ummünzen konnte, schien ein Überraschungserfolg möglich. Auch im Entscheidungssatz spielte Deni beherzt und lag bis zum 8:5 stets in Führung. Als er jedoch einen kombinierten Netz-Kanten-Ball kassierte, riss der Faden etwas, Patrick konnte noch einen Matchball Deni´s vereiteln und brachte schließlich sein Team mit 1:0 in Front.

Im zweiten Match traf Wang Xi auf Darko Jorgic, gegen den er in der Vergangenheit stets gut ausgesehen hatte und startete vielversprechend. Doch der junge Slowene nahm schnell das Heft in die Hand, brachte Xi durch knallharte Angriffschläge in Verlegenheit, zumal dem ASV-Routinier seinerseits nicht allzu viel gelang. Xi ist von der Topform der Vorsaison, sicher bedingt durch seinen erlittenen Bänderriss, noch einiges entfernt. Im 3. Satz kam Xi dann besser ins Spiel, doch dies sollte nur Ergebniskosmetik bedeuten, denn anschließend sorgte Darko schnell für klare Verhältnisse.

Ricardo Walther wirkte gegen FC-Youngster Tomas Polansky zunächst etwas zu verspielt und verlor den hart umkämpften Eröffnungssatz mit 17:19. Als sich Ric steigerte und den zweiten Durchgang sichern konnte, schien zumindest der Ehrenpunkt möglich. Doch Tomas erwies sich in der Schlussphase als etwas zielstrebiger und druckvoller und diktierte das Geschehen am Tisch, so dass sich Ric immer wieder in die Defensive gedrängt sah und so am Ende das Nachsehen hatte.