Rekordbeteiligung beim World-Cup Finale der Kanuten

Karlsruhe (ps). Die Magyaren laden ab Freitag zum World Cup Finale. Die Kanuwelt freut sich auf spannende Wettkämpfe mit einem Rekordteilnehmerfeld. Nahezu 1.000 Athleten aus über 50 Nationen wollen vor den Kontinentalen Titelkämpfen nochmals ihre Kräfte messen. So auch der Deutsche Kanuverband (DKV) der nochmals die Gelegenheit nutzt verschiedene Boote zu testen. Von den Rheinbrüdern aus Karlsruhe haben sich heute drei Athletinnen aus dem DKV-Trainingslager in Kienbaum auf den Weg nach Szeged gemacht: Verena Hantl, Sabrina Hering und Sabine Volz. Außerdem ist Herren-Bundestrainer und Cheftrainer der Rheinbrüder, Detlef Hofmann, mit dem Team in Ungarn.
Verena Hantl wird in der rennsportverrücktesten Stadt der Welt lediglich im Viererkajak über 500 Meter antreten. „Ich fahre nur den Vierer weil meine Hand zur Zeit ein bisschen instabil ist!“, erläutert die zweifache Vize-Weltmeisterin die Gründe ihres Startverzichts im Einerkajak über 1.000m. Nach dem 2. Platz beim World Cup vor einer Woche ist es Hantls Ziel zusammen mit Tina Dietze (Leipzig), Franziska Weber und Conny Waßmuth (beide Potsdam) erneut auf das Podium zu fahren. Sabine Volz testet in Ungarn, nach zwei guten Einerleistungen, nun den Sprintzweier mit Anna Kowald aus Essen.

„Ich wäre den Einer gerne gefahren, freue mich nun aber auch auf den Zweierkajak mit Anna.“, so Volz vor der Abreise. Nochmals einen Doppelstart wird Sabrina Hering erhalten. In Racice überzeugte sie zusammen mit ihrer Dresdner Partnerin Steffi Kriegerstein über die 500 Meter mit einem guten 6. Platz.

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„Der Zweier ist noch ausbaufähig“, von daher freut sich Hering auf den sehr gut besetzten Zweierwettkampf und möchte zusammen mit Kriegerstein die Konkurrenz aufmischen. Außerdem bekommt der Nachwuchs- Vierer mit Hering, Kriegerstein, Anne Knorr und Melanie Gebhardt (beide Leipzig) nochmals die Möglichkeit ihr Semifinal-Ausscheiden von Racice vergessen zu machen. Als zweites, deutsches Boot werden sie in der Viererkajakkonkurrenz über 500 Meter antreten. Herren-Bundestrainer Detlef Hofmann hat wie angekündigt die Zeit im Trainingslager nochmals genutzt um die beiden Viererkajaks von Racice umzubesetzen. J

eweils zwei Kanuten haben die Boote gewechselt. So wird der Tüftler Hofmann nun in Szeged die 1.000-Metervierer wie folgt besetzen: Deutschland1 mit Torben Fröse (Essen), Martin Hollstein (Neubrandenburg), Martin Schubert (Friedrichshafen) und Kai Spenner (Essen). Deutschland2 mit Marius Radow (Potsdam), Lukas Reuschenbach (Oberhausen-Sterkrade), Gorden Harbrecht (Neubrandenburg) und Kostja Stroinski (Berlin). Jeweils die letztgenannten Athleten kamen neu in die Boote. Im Einerkajak über 1.000 Meter versucht Weltmeister Max Hoff den Hattrick zu schaffen und alle drei World-Cup-Entscheidungen 2014 für sich zu entscheiden. Ebenfalls ihren Sieg der vergangenen Woche möchte der Weltmeisterzweier Max Rendschmidt (Essen) und Marcus Groß (Berlin) verteidigen.

Die Athleten können sich in Szeged nicht nur auf optimales Sommerwetter sondern auch auf die ausgelassene Stimmung an der Regattastrecke freuen. In Ungarn ist der Kanurennsport Volkssport und die Zuschauer so frenetisch wie wir es nur aus deutschen Fußballstadien kennen.