„Deutlicheres Bekenntnis für die Menschenrechte gefordert“: DFB nominiert keinen Kandidaten für Wahl des FIFA-Präsidenten

Frankfurt (dfb). Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) begrüßt den laufenden Dialog mit der FIFA zu unterschiedlichen Themen, wird aber für die Wahl des FIFA-Präsidenten im kommenden März zur gestern endenden Frist keinen Kandidaten nominieren. Das hat das Präsidium des DFB einstimmig im Rahmen einer Schaltkonferenz beschlossen.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagt: “Tatsache ist: Viele Verbände haben ihre Unterstützung für den amtierenden Präsidenten Gianni Infantino bereits signalisiert. Dennoch wollen wir mit dieser Entscheidung zum Ausdruck bringen, dass wir uns seitens der FIFA ein deutlicheres Bekenntnis für die Menschenrechte sowie ein größeres Engagement in humanitären Fragen gewünscht hätten. Der DFB erwartet transparente Entscheidungsprozesse in der FIFA und bleibt bei seinen Forderungen nach der Einrichtung eines Entschädigungsfonds für die Angehörigen der verstorbenen oder verletzten Arbeiter auf den WM-Baustellen. Er tritt weiter für die Einrichtung eines Migrant Working Center in Katar ein.”

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Der DFB wird bis zum FIFA-Kongress in Kigali im März den konstruktiven Dialog mit der FIFA zu diesen Punkten suchen und auf Fortschritte hinwirken. Er stellt sich damit seiner gesellschaftspolitischen Verantwortung.