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Sport aus Karlsruhe und der Umgebung

Spannende Geschichten auf und neben dem Platz

Tennis Halle Schläger
Bild von Nici Keil auf Pixabay


Karlsruhe (tcr). Gleich das erste Match der Qualifikation, auf dem Center Court, zwischen Daniel Masur (GER) und Dali Blanch (USA) war ein echtes Tennis-Feuerwerk. Schnell, dynamisch, spannend. Mit 12:10 im Tiebreak sicherte sich schließlich der Amerikaner Satz 1. Im zweiten Satz machte Masur kurzen Prozess und holte sich diesen mit 6:1. Umkämpft dann wieder der dritte Satz, mit dem besseren Ende für Blanch. Mit 7:6 1:6 6:4 zieht Blanch in die zweite Runde der Qualifikation.

Spannend war aber nicht nur sein Match, auch sein Leben ist es. Zweitältester von insgesamt vier Geschwistern dreht sich seit der 20-jährige denken kann alles um Tennis. Es gibt keinen Plan B – „Schon früh war klar, dass alle Blanch Kinder Tennis-Profis werden wollen, über das College wollten Sie nicht unbedingt reden.“, sagte Papa Ernesto Blanch gegenüber einer amerikanischen Tenniszeitschrift. Morgen steht Dali Blanch im Finale der Qualifikation, die morgen ab 11 Uhr startet.

Dank Einverständnis der Eltern am Start

Zweites Match auf dem Center Court wieder mit deutscher Besetzung. Dort traf der erst 15-jährige Justin Engel (GER) auf den Spanier Carlos Sanchez Jover. Der junge Deutsche spielte, als wäre er schon jahrelang auf der Tour, dabei war dies erst sein zweiter Auftritt bei einem ATP Challenger. Schnell ging Engel mit 6:0 2:0 in Führung. Dann kam der Spanier, der erfahrenere Spieler, aber immer besser ins Spiel und sicherte sich Satz 2 und 3 jeweils mit 6:3.

„Bei 6:0 2:0 kamen die neuen Bälle und das bin ich einfach nicht gewöhnt und hatte etwas Probleme damit. Aber natürlich ist Carlos auch immer besser ins Spiel gekommen und hat es mir schwer gemacht.“, so Engel. Trotz Niederlage zeigt sich Engel zufrieden mit seiner Leistung. „Es ist ein gutes Gefühl, dass ich weiß, dass ich nicht so weit weg bin und dass sich die Arbeit auszahlt.“, so
Engel weiter. Kleine Anekdote – Engel der ohne seine Eltern angereist war, benötigte ein schriftliches Einverständnis seiner Eltern, damit er überhaupt am Turnier teilnehmen konnte.

Heimspiel für David Fix

Die wohl kürzeste Anreise hatte der aus Pforzheim kommende David Fix. Leider hat es auch für ihn heute nicht gereicht. Er musste sich Denis Yevseyev (UKR) mit 3:6 und 3:6 geschlagen geben. „Es ist gigantisch so nah der Heimat zu spielen, meine Familie, meine Freunde waren da, das war schön.“, sagte Fix direkt nach dem Match. Jetzt geht es für den jungen Deutschen weiter
nach Wimbledon. „Ich muss schauen, wie gut es dort für mich möglich ist, denn ich musste diese Wildcard annehmen, denn ein Challenger spielt man nicht alle Tage, aber deswegen ist die Rasenvorbereitung sehr gering.“, so Fix. Tatsächlich ist es überhaupt das erste Mal auf Rasen für Fix. „Bisher bin ich in Wimbledon die Nummer 1 in der Quali, ich hoffe, aber dass ich noch ins
Hauptfeld vorrücke.“, so Fix. „Ich freue mich auf jeden Fall über all die Erfahrungen, die ich in diesem Jahr sammeln kann.“, so Fix weiter.


Volle Ränge an Tag 1
Die Anlage des TC Rüppurr war sehr gut gefüllt an Tag 1 der Tennis Open Karlsruhe, die Tribüne des Center Courts permanent voll besetzt. Zahlreich nutzten die Zuschauer bei freiem Eintritt die Chance, bereits in der Qualifikation Spitzentennis zu sehen. Tag 1 macht Lust auf mehr! Morgen geht’s los mit den Quali-Finals ab 11 Uhr. Die Matches im Hauptfeld starten dann etwa ab 14
Uhr, so die Meldung des TCR.