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TVK dreht das Spiel und gewinnt – 40 starke Minuten reichen Aufsteiger HSG Ettlingen nicht

TV Knielingen Christian Höll (Foto: Andreas Arndt)

Karlsruhe (tvk). Vor großer Kulisse in der Knielinger Reinhold-Crocoll-Halle setzten sich die Hausherren erst in der Schlussviertelstunde durch. Beim 34:27 (13:16) mussten die Handballer des TV Knielingen gegen den starken Aufsteiger HSG Ettlingen viel aufbieten, um die Punkte zu behalten.

Die beiden Fan-Lager brachten eine fantastische Stimmung in die vollbesetzte Halle und beide Teams spielten auf einem hohen Niveau. Irgendwie schien das Spiel des TV Knielingen gegen die HSG Ettlingen aber zunächst an das letzte Wochenende anzuknüpfen, als sich die Fächerstädter beim TV Friedrichsfeld mit viel Luft nach oben präsentierten. Gerade war die neunte Spielminute angebrochen als TVK-Trainer Bernd Feldmann seine Spieler zur Auszeit bat. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Männer aus dem Karlsruher Westen bereits fünf freie Würfe auf das Ettlinger Tor vergeben und lagen folgerichtig mit 1:5 in Rückstand. Danach trat aber zunächst keine Besserung ein. HSG-Torhüter Felix Spohn war weiter meist Herr der Lage. Für den zweiten Treffer benötigten die Knielinger Angreifer fast zwölf Minuten, während man den Ettlingern leichte Tore gestattete (2:6).

Immerhin bekamen die Knielinger langsam Zugriff in der Defensive und es wurde schwieriger für die HSG zu Toren zu kommen. Bis zur 23. Minute schafften die Spieler von Trainer Bernd Feldmann den Ausgleich zum 10:10. Allerdings bremsten die Ettlinger die Bemühungen der Gastgeber danach erneut. In die Halbzeitpause ging es mit 13:16. Die Ettlinger Führung war nicht unverdient, weil man auch weniger Fehler als der TVK machte und von allen Positionen ins Knielinger Tor traf.

Für die zweite Spielhälfte nahmen sich die Knielinger viel vor. Doch waren es weiter die Gäste, die dominierten. Die Zwischenstände 13:18, 14:19 und 16:20 deuteten auf einen HSG-Auswärtssieg hin. Doch der Einbruch der „Albtal Tigers“ kam nach 40 gespielten Minuten, als der TVK aus einem 18:22-Rückstand in acht Spielminuten eine Knielinger Führung machte (24:23). Dabei war das Strafwurftor von Dennis Estedt die erste TVK-Führung des Spiels (47.).

Die Knielinger kamen endlich in ihr Tempospiel, das dem Gegner viele Rätsel aufgab.  

Christian Höll führte im Angriff geschickt Regie – er avancierte mit 13 Treffern zum erfolgreichsten Werfer des Tages – und der TVK setzte sich auf 30:26 (53.) ab. Abwehr und Torhüter optimierten ihr Zusammenspiel, was zu vielen Knielinger Gegenstößen führte. In dieser Phase agierten die Knielinger auch in Unterzahl souverän und ließen nichts mehr anbrennen. Am Ende fiel der 34:27-Heimsieg des TVK vielleicht etwas zu hoch aus, weil die HSG keine Mittel mehr fand das Spiel noch zu retten.

TVK-Trainer Bernd Feldmann dürfte sich wie auf einer sportlichen Achterbahnfahrt gefühlt haben. „Der Anfang hat mich doch sehr an das Spiel in Friedrichsfeld erinnert. Vor einer Woche sind wir nicht mit der nötigen Einstellung ins Spiel gegangen. Heute hat die Mannschaft eine kämpferische Glanzleistung abgeliefert.“, sagt Bernd Feldmann und führt weiter aus: „Zunächst hatten wir keinen Zugriff in der Abwehr und die ersten zehn Minuten waren alles andere als optimal. Dann haben wir angefangen uns zu wehren und in der letzten Viertelstunde ganz stark aufgespielt. Die Mannschaft hat sich selbst und unsere tollen Fans dann auch mit Toren und einem am Ende klaren Derby-Sieg belohnt.“

Aufstellung TV Knielingen:

Felix Schucker (Tor), Max Botterer (Tor), Philipp Reither (3), Philipp Ast (2), Dennis Estedt (1/1), Robin Hildenbrand (6), Kornej Tjart (2), Lukas Metzger, Christian Höll (13), Till Eißler, Louis Hohler (5), Yann Majunke, Niklas Kary (2).