Germanen starten mit einem Doppelkampftag in die Saison

Jan Rotter  und Juretzko Quelle:  SV Germania Weingarten
Jan Rotter und Juretzko
Quelle: SV Germania Weingarten

Weingarten (ps). Gleich zweimal sind die Germanen am Auftaktwochenende der Bundesligasaison 2015/16 gefordert. Beim badisch-schwäbischen Derby am Freitag wird es in der heimischen Mineralix-Arena hoch hergehen. Tags drauf ist das Team vom Walzbach Gast des Bundesliga-Neulings KSV Ispringen.

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Dass es dabei gleich richtig zur Sache gehen dürfte, steht außer Frage. Der KSV Aalen 2005 wiamr Vorfeld der Saison schwer aktiv. Der sportliche Leiter Patric Nuding konnte neben einigen jungen deutschen Talenten, wie z.B. David Wolny oder Aslan Mahmudov auch die etablierten
Bundesligaringer Sergej Sciscov und Ismael Baygus auf die Ostalb holen. Daneben setzen die Aalener vor allem auf türkische Spitzenringer, allen voran auf den ehemaligen Weingartener Soner Demirtas.
Ob die bisherigen Weltklasseathleten Arsen Julfalakyan und Vladimir Kinchegashvili im vorolympischen Jahr zur Verfügung stehen, wird sich zeigen. Der Ausländerplatz ist mit dem Russen Bekhan Mankiev aber ebenfalls hervorragend besetzt. Sollte es der KSV Aalen 2005  schaffen, all seine Top-Sportler auf die Matte zu bringen, könnten die Ostalbbären ein gehöriges Wörtchen bei der Vergabe der ersten vier Plätze, die zur Teilnahme an der Endrunde berechtigen, mitreden. „Wir wissen um die Stärke der Aalener und wollen die zwei Punkte mit aller Gewalt in der Mineralix-Arena behalten“, klingt SVG-Coach Frank Heinzelbecker zuversichtlich. Über die eigene Aufstellung will Heinzelbecker aus taktischen Gründen allerdings nicht zu viel verraten und hält sich am Doppelkampfwochenende einige Variationen bis zum Schluss offen. An den deutschen Sportlern Georg und William Harth und dem wiedergenesenen Oliver Hassler wird man auf Weingartener Seite allerdings kaum vorbeikommen.
Nicht leichter dürfte der Kampf am darauffolgenden Tag in Pforzheim gegen den KSV Ispringen werden. Angeführt von Mäzen Werner Koch, schaffte der KSV Ispringen innerhalb weniger Jahre den Durchmarsch von der Verbandsliga in die Bundesliga und wurde im letzten Jahr souverän
Meister der 2. Liga. Neben den Spitzenringern Anatoli Buruian, Ivan Guidea und Mihail Sava, konnten die Ispringer auch Marcel Ewald zum Wechsel in die Pforzheimer Vorortgemeinde überzeugen. Mit Konstantin Schneider, Michael Kaufmehl, Ceyhun Zaidov und Johannes Kessel verfügt Coach Bernd Reichenbach zudem über viele Jahre Bundesligaerfahrung. Auf die Ispringer Ankündigung, den SV Germania mittelfristig als Nordbadens Nr. 1 abzulösen, reagiert der 1. Vorsitzende Ralph Oberacker relaxt: „Eine gesunde Vereinstruktur, langjährige Erfahrung in der Bundesliga, viele ehrenamtliche Helfer und vor allem Fans lassen sich mit Geld alleine nicht kaufen.“ Auf diese zählt Oberacker auch beim Auswärtskampf in Pforzheim und will mit deren Hilfe die Punkte mit nach Hause nehmen.