Germanen starten mit Optimalausbeute aus Doppelkampftag

Jan Rotter  und Juretzko Quelle:  SV Germania Weingarten
Jan Rotter und Juretzko
Quelle: SV Germania Weingarten

Weingarten (ps). Ordentlich zu kämpfen hatte der SV Germania zum Saisonauftakt. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer Portion Glück siegten die Germanen gegen den KSV Aalen 2005 und den KSV Ispringen denkbar knapp mit einem Punkt Vorsprung. Abgerundet wurde der erfolgreiche Doppelkampftag mit der erstmaligen

Liveübertragung eines Bundesligarundenkampfes über das Internet.

Bedingt durch die Weltmeisterschaft in Las Vegas verliefen die Planungen für den Saisonauftakt hinter den Kulissen nicht optimal. Für die Gewichtsklasse bis 86 kg im griechisch-römischen Stil wurde der inzwischen verletzungsfreie Bulgare Ilian Georgiev eingeplant. Eine Entscheidung, die sich als richtig erweisen sollte. In einer sehr gut gefüllten Mineralix-Arena bezwang der SV Germania am Freitag den KSV Aalen 2005 in einem wahren Mattenkrimi mit 13:12.

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Dabei sah es zur Halbzeit alles andere als gut aus. Alexandru Chirtoaca, Oliver Hassler und Donior Islamov mussten zu Beginn z.T. deutliche Niederlagen in Kauf nehmen und nicht Wenige sahen den Kampf nach einem 0:9 Rückstand zu Beginn verloren. Ein erstes Aufbäumen zeigte William Harth gegen den jungen Aslan Mahmudov. Angetrieben vom Weingartener Publikum schaffte Harth dank einer starken kämpferischen Leistung einen Sieg durch technische Überlegenheit. Im Kampf des Abends musste sich Vasyl Shuptar gegen den türkischen Juniorenweltmeister Killicsallyan mit 2:3 geschlagen geben. Beide Athleten zeigte dabei Ringen vom Feinsten mit dem glücklicheren Ende für den Aalener.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit präsentierte sich Ilian Georgiev unerwartet stark und leitete die Aufholjagd mit einem Sieg gegen Mateusz Wolny ein. Neuzugang Halil Zubairov gegen Benjamin Sezgin, Georg Harth gegen Ibro Cakovic und Adam Juretzko gegen Ilias Özdemir machten den nicht mehr für möglich gehaltenen 13:12-Sieg für die Germanen doch noch perfekt. Trotz Niederlage zu gefallen wusste auch Neuzugang Deniz Menekse, der eine gute kämpferische Leistung gegen den Polen Dawid Karecinski bot.

Auch gegen Aufsteiger Ispringen punktet der SVG knapp

Mit fast gleicher Aufstellung traten die Germanen am Folgetag gegen den KSV Ispringen in Pforzheim an. In einer bundesligatauglichen Wettkampfarena dominierten die Germania-Fans von Beginn an das Geschehen. Neuzugang Vladimir Egorov fügte sich dabei hervorragend in die Mannschaft ein und gewann in seinem ersten Bundesligakampf sicher mit 5:1 gegen den langjährigen Germanen Marcel Ewald ohne zu viel zu riskieren. Deutlich verbessert zum Vortag zeigten sich dann Oliver Hassler und Donior Islamov. Hassler ließ in seinem Kampf gegen den ungarischen Hühnen Balint Lam nur eine knappe Niederlage zu und Donior Islamov gewann sicher gegen den Kroaten Tonimir Sokol. William Harth hatte mit Patrick Sauer keine Probleme und fuhr seinen zweiten Sieg durch technische Überlegenheit ein. Niederlagen hagelte es in den beiden 66 kg-Klassen.

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Trotz starkem Kampf mussten sich Vasyl Shuptar gegen Mihail Sava und Deniz Menekse gegen Abdulsamet Ugurli mit jeweils 0:2 geschlagen geben. Erneut stark präsentierte sich Ilian Georgiev. Der aktivere Georgiev schaffte die einzige technische Wertung im Kampf gegen den erfahrenen Konstantin Schneider und siegte verdient mit 1:0. Durch eine nicht eingeplante Niederlage von Halil Zubairov gegen den unbequem zu ringenden Michael Kaufmehl blieb Ispringen in Reichweite und hatte vor den anstehenden beiden Duellen in der Klasse bis 75 kg die Chance auf den Sieg. Georg Harth sorgte mit einem knappen 1:0-Sieg gegen Tim Müller für eine 10:7-Führung aus Germanen-Sicht vor dem letzten Duell.

Adam Juretzko machte es in seinem Kampf gegen den Moldawier Igor Besleaga dann zwar spannender als nötig, seine 0:2- Niederlage reichte aber für einen knappen 10:9-Sieg in Pforzheim. „Mit der Optimalausbeute von vier Punkten können wir absolut zufrieden sein. Es lief zwar nicht alles rund, aber das Team hat Moral gezeigt und die kämpferische Einstellung hat gestimmt. Dazu hatten wir die Belastung des Doppelkampftages“, zeigt sich Trainer Frank Heinzelbecker zufrieden.