Verena Hantl ist Schlagfrau bei der WM

Karlsruhe (ps). Am Donnerstag beginnt in der russischen Hauptstadt die Kanu-Weltmeisterschaft 2014. Von den Rheinbrüdern werden drei Athletinnen in Moskau auf olympischen Distanzen an den Start gehen. Detlef Hofmann, Cheftrainer der Rheinbrüder und Herren-Nationaltrainer, wird seine achten Weltmeisterschaften als Bundestrainer bestreiten und visiert mit seinen Jungs zwei Titel an. Seinen Schützlingen aus dem Rheinhafen traut er gute Finalplatzierungen und eine Medaille zu.
Der Deutsche Kanuverband (DKV) hat auf den 4. Platz des Damenflaggschiffs reagiert und die Positionen im Boot nochmals optimiert. Verena Hantl aus Karlsruhe ist seit dem Vorbereitungstrainingslager in Kienbaum Schlagfrau des Viererkajaks. „Das macht da vorne richtig viel Spaß!“, freute sich Hantl nach den ersten Trainingseinheiten. Denn die 25-Jährige bekommt von Franziska Weber (Potsdam), Tina Dietze (Leipzig) und Conny Waßmuth (Potsdam) aus dem Hinterschiff richtig viel Druck. „Das Boot läuft echt gut!“ so die
Sportsoldatin weiter. Nach der verpassten Medaille bei der Heim-Europameisterschaft in Brandenburg möchte das Team in Russland unbedingt eine Medaille.
Eine weitere Änderung zu den europäischen Titelkämpfen hat der DKV auf den olympischen 500 Metern im Zweierkajak vorgenommen. Die frischgebackenen U23-Welt- und Europameisterinnen Sabrina Hering und Steffi Kriegerstein (Dresden) haben das Vertrauen für die WM ausgesprochen bekommen und ersetzen damit den Zweierkajak mit den Olympiasiegerinnen Conny Waßmuth und Tina Dietze. Rheinschwester Sabrina Hering freut sich auf die WM möchte sich aber nicht zu sehr unter Druck setzten: „Unser Ziel ist es ins Finale zu kommen und alle Boote die wir auch bei der U23 WM geschlagen haben hinter uns zu lassen. Der Zweier läuft sehr gut und wir sind gut vorbereitet.“
Mit Sabine Volz startet auf der Regattastrecke “Krylatskoye” die dritte Athletin aus dem Rheinhafen auf einer olympischen Distanz. Das Sprinttalent wird nach dem 7. Platz bei den Europameisterschaften auch in Russland seine Chance auf den Einzug ins 200-Meterfinale suchen. „Mein Ziel ist das Finale, dass dies sehr schwer wird weiß, ich von daher wäre ich auch mit einem vorderen Platz im B-Finale zufrieden!“, stellt Volz fest und ergänzt „die Vorbereitung lief ohne Probleme. Ich konnte alles trainieren, bin nun langsam kaputt aber jetzt wird auch das Training weniger und dann hoffe ich, dass die Form bei der WM stimmt.“ Sabrina Hering und Sabine Volz werden zum Abschluss der Weltmeisterschaft auch noch zusammen mit Tina Dietze und Conny Waßmuth in der 4 x 200 Meter Staffel an den Start gehen. Bei einer Staffel ist aufgrund des bewegten Wassers ab der zweiten Starterin alles möglich – die deutschen Damen möchten auf alle Fälle ins Finale und da so weit nach vorn wie möglich.
Detlef Hofmann sieht seine Schützlinge gut vorbereitet: „Die Mädels haben hier im Trainingslager gut mitgezogen und sind gesund geblieben. Jetzt liegt es an ihnen sich den Lohn für ihre Arbeit in Moskau selbst abzuholen!“ Seine Herrenmannschaft stimmt Detlef Hofmann gleichfalls optimistisch. Allen voran die amtierenden Weltmeister, den Zweierkajak Max Rendschmidt (Essen) und Marcus Groß (Berlin) über 500 und 1000 Meter sowie Max Hoff (Essen) der über alle drei Strecken an den Start geht, reisen natürlich in die
russische Hauptstadt um den Titel zu gewinnen.
Der Viererkajak mit Martin Hollstein (Neubrandenburg), Marius Radow (Potsdam), Martin Schubert (Friedrichshafen) und Kai Spenner (Essen) will sich auf der Weltmeisterschaft auf alle Fälle besser verkaufen als bei der EM. Hofmann analysiert die Lage sachlich: „Der Vierer ist zurzeit sicher unsere Achillesferse bei den Kajak Herren, aber ich warte geduldig bis der Knoten Platz und wir wieder eine schlagkräftige Kombination gefunden haben – vielleicht schon auf der WM!“