Lions: Männer triumphieren – Frauen unterliegen in Overtime

Martinis Woody Foto: PSK
Martinis Woody
Foto: PSK

Karlsruhe (ps). Die Partie der Basketballer des Post Südstadt Karlsruhe (PSK) gegen die Bundesliga-Reserve der Walter Tigers Tübingen am 31. Oktober In der Regionalliga Südwest hatte es in sich. Bereits im Vorfeld prophezeiten Experten einen Schlagabtausch auf höchstem Niveau. Die Lions, mit sechs Siegen aus sechs Spielen im Rücken, waren jedoch keinesfalls favorisiert, denn Tübingen hatte in den Vorwochen mit dem KIT SC und den wiha panthers Schwenningen zwei Spitzenteams der Liga niedergerungen. Vom Anpfiff weg drückten beide Mannschaften aufs Tempo. Dank einer etwas besseren Trefferquote konnte sich der PSK leicht absetzen, doch nach einer frühen Auszeit kamen die Gäste aus Schwaben wieder heran.

Aber das Team von Lions-Coach Aleksandar Scepanovic agierte konzentriert und spielte sich bis zur ersten Pause einen 25:18-Vorsprung heraus. Der zweite Spielabschnitt brachte gleich zu Beginn einen 9:0-Lauf der Lions, denen in dieser Phase einfach alles glückte. Eine etwa 15minütige Pause, die wegen des Ausfalls der Anzeigetafel nötig war, beendete allerdings jäh diese starke Phase Karlsruhes. In der Folge war der Spielfluss durch viele Fouls auf beiden Seiten gestört. Während Tübingen seine Freiwürfe verwandelte, war jedoch die Trefferquote bei den Lions katastrophal und der Vorsprung schmolz wieder bis auf 5 Punkte zusammen.

Booking.com

[adrotate group=“2″]

Beim Stand von 44:39 betraten die Kontrahenten das Spielfeld zur zweiten Halbzeit. Karlsruhe startete furios und Tübingen hielt dagegen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der hart und temporeich geführt wurde. Eine gute Reboundquote und viele Erfolge von der Dreipunktelinie verhalfen den Lions schließlich zu einer besseren Punktausbeute und einer deutlichen 70:54-Führung vor dem Schlussabschnitt. Scepanovic hatte seine Spieler im Vorfeld gewarnt, Tübingen keinesfalls zu früh abzuschreiben. Das Team hatte die Worte des Trainers verinnerlicht, denn mit einem weiteren 9:0-Lauf erzwangen die Lions gleich zu Beginn des letzten Viertels die Entscheidung. In der Folge spielte Karlsruhe befreit auf und präsentierte sich den Fans noch mit einigen sehr sehenswerten Kombinationen. Alle zehn eigesetzten Spieler trugen sich in die Scorerliste ein. Am meisten Punkte erzielte Branimir Mikulic (22), gefolgt von Dino Palcic (14), Michael Baumer (13), Deon McDuffie (12) und Dino Jakolis (10). Am Ende waren bis auf die Gäste alle im Karlsruher „Löwenkäfig“ auf ihre Kosten gekommen. Der 93:69-Triumph der Lions war angesichts der ebenfalls starken Vorstellung Tübingens etwas zu deutlich ausgefallen, hatte aber alles geboten, was man sich von einem hochklassigen und spannenden Basketballspiel erwarten konnte. Unter dem Druck eines technisch versierten und überlegt agierenden Gegners lieferte das Team eine seiner stärksten Leistungen in der jüngeren Vergangenheit ab und steht ohne Punktverlust an der Tabellenspitze.

Overtime-Krimi ohne Happy End für die Damen der PSK-Lions

Spannender hätte es im Kellerduell der 2. Damen Basketball Bundesliga am 1. November kaum zugehen können. Die Basketballerinnen des Post Südstadt Karlsruhe (PSK) konnten sich zum wiederholten Mal nicht für ihre engagierte Leistung belohnen und mussten im heimischen „Löwenkäfig“ eine erneute Niederlage hinnehmen. Dabei waren die Lions gegen den bis dahin sieglosen ASV Theresianum Mainz gut ins Spiel gestartet. Das Team harmonierte auch ohne die fehlenden Leistungsträgerinnen Vanessa und Julia Seemann und erarbeitete sich mit einer starken Defense und schnellen Rotationen zahlreiche Ballgewinne, die immer wieder zum Korberfolg führten.

[adrotate group=“2″]

Mit einer knappen Führung von 33:28 für Karlsruhe ging es in die Halbzeit. Im dritten Viertel sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie, in der beide Teams Schwierigkeiten im Spielaufbau hatten. Kurz vor Ende des letzten Spielabschnitts glich Mainz aus, bevor sich die Ereignisse überschlugen. Eine Minute vor Schluss verwandelte Theresa Voß einen Dreipunktewurf für die Lions. Mainz konterte im direkten Gegenangriff ebenfalls mit drei Punkten. Im Anschluss erhielten beide Teams noch zwei Freiwürfe, von denen sie jeweils einen verwandeln konnten. So stand es nach 40 Spielminuten 61:61 und die Overtime musste die Entscheidung bringen. Hier konnten die Lions dem Druck der Mainzer nicht sofort standhalten und den schnellen 7-Punkte-Vorsprung der Gäste nur noch verkürzen. Die 67:70-Niederlage schmerzt das Team besonders, da die Spielerinnen erneut alles gegeben hatten, und doch nicht für ihren Einsatz belohnt wurden.