KSC wirft „diese Niederlage nicht um“

KSC 033Sandhausen (mia). Hektisch wurde es in den letzten Minuten des KSC-Spiels in Sandhausen. Zunächst flogen die beiden Co-Trainer des Karlsruher SC aus der Coachingzone, dann in der 90. Dimitri Nazarov mit Gelb-Rot vom Platz. Da war das Spiel für den KSC mit 1:3-Rückstand aber bereits gegessen.

KSC-Coach Markus Kauczinski: Unterm Strich ist der Sieg verdient. Ich habe gehört, wir sollen schlechte Verlierer sein. Ich glaube, dass sich die Emotionen hochschaukeln mit strittigen Situationen im Derby ist normal. Wir haben nach 20 Minuten 2:0 zurückgelegen. Dann ist es sehr sehr schwer gegen einen defensiv gut eingestellten Gegner mit dem Platz 70 Minuten hinterherzurennen. Das haben wir versucht. Wir hatten auch in der ersten Halbzeit zwei, drei gute Aktionen gehabt, wo das letzte Bisschen fehlt. Dann haben wir nie aufgesteckt, auch nach dem 3:0 haben wir das 3:1 gemacht. Haben dann nochmal eine dicke Chance von Diamantakos., das kann das 3:2 sein. Dann wird es nochmal hektischer. Wir haben es nicht gemacht und dann wird es natürlich nochmal schwerer, so einen Gegner zu knacken. Das müssen wir anerkennen, dass das Spielglück nicht auf unserer Seite war. Ich glaube, dass wir alles gegeben haben.

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KSC hat gezeigt, dass er eine Mannschaft ist

Jens Todt, KSC-Sportdirektor: „Wir machen der Mannschaft  überhaupt keinen Vorwurf. Sie hat gezeigt, dass sie eine Mannschaft ist. Der Spielverlauf war heute unglücklich für uns, denkbar unglücklich für uns. Das Spielglück hat gefehlt. Es war möglich in der 75. das 3:2 zu machen.  Dann wäre nochmal was passiert. Wir haken das ab. Das war sicherlich ein hitziges Derby, wie Derbys eben so sind.  Ich habe einige  unglückliche Schiedsrichterentscheidungen gesehen. Viele kleine unglückliche Schiedsrichterentscheidungen. Aber trotzdem lag es in unserer Hand. Das Unentschieden hätten wir schaffen können. Ich mache aber unserer Bank keinen Vorwurf, dass sie sich aufregt. Wir haben eine lebhafte Bank und es war ein Derby. Seit ich beim KSC arbeite wurde noch nie jemand von der Bank aus beleidigt. Dass man aufspringt, ist okay. Becherwerfen geht absolut nicht“, so Todt über die Fans auf der Tribüne.

 

„Haben Eier gezeigt“
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KSC-Keeper Dirk Orlishausen: „Die ersten zwanzig Minuten waren nicht so wie die letzten 70. Wir liegen schnell 2:0 hinten, dann wird es schwierig. Auch weil der Platz immer schlechter geworden ist. Jeder hatte gleiche Voraussetzungen. Wir haben nach dem 2:0 ins Spiel gefunden und haben uns Chancen rausgearbeitet. Wir kriegen das dritte in einer sehr unglücklichen Phase, dann wird es schwer. Aber was mir imponiert hat, war, dass die letzten sieben Wochen keine Eintagsfliege waren und dass wir trotzdem weiter gemacht haben und ein Tor geschossen haben. Das ziehe ich das positive aus dem Spiel. Sicherlich haben wir das Derby verloren, aber wir kommen aus einer Lage, wo es schon heftiger gebrannt hat und wir uns selbst rausgezogen hatten. Aber wir hatten heute so viel A… in der Hose und haben Eier gezeigt, dass wir davon ausgehen, dass uns die Niederlage nicht umwerfen sollte.“

Sonntagsschuss am Freitagabend

Alois Schwartz, SVS-Coach: Allen Akteuren inklusive der Unparteiischen möchte ich ein Kompliment machen, denn es ist unheimlich schwer nach dem regen auf dem Platz zu spielen. Es war ein richtiges Derby, man ist reingegangen, hat gefightet, hat keinen Zentimeter nachgegeben. Dann macht Linsmayer so einen Sonntagsschuss am Freitagabend. Auch nach dem 2:0 hat die Truppe nicht nachgelassen. Ich bin stolz auf diese Truppe.

Denis Linsmayer:  „Das Geläuf und die Platzbedingungen waren grenzwertig. Es war Kick and rush. Wir haben es extrem clever gemacht. Die schnelle 2:0-Führung hat uns in die Karten gespielt. Es war ein Riesenfight von uns und ein verdienter Derbysieg von uns.“