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Sport aus Karlsruhe und der Umgebung

Erfolgreicher Saisonstart der Rheinbrüder Karlsruhe bei der 1. nationalen Junioren-Qualifikation

BU: An Land hat sich die Jugendfahrerin Cheyenne Heidl die Pole Position ergattert, nun gilt es im April auf dem Wasser nachzulegen. ©Tirolf | Rheinbrüder Karlsruhe

Karlsruhe (MaT). Das Juniorenteam der Rheinbrüder Karlsruhe kehrte mit überzeugenden Leistungen von der 1. nationalen Junioren-Qualifikation im Kanurennsport zurück. Im Bundesleistungszentrum Kienbaum ging es für die Kanutinnen und Kanuten am vergangenen Wochenende um athletische Höchstleistungen.

Der Athletik-Test umfasste die Bereiche Maximalkraft, Kraftausdauer, Laufsprint und Ausdauerlauf. Die Ergebnisse werden in Punkte umgewandelt, und die Hälfte der Endpunktzahl aus dem Athletiktest fließt in die Gesamtqualifikationswertung mit ein. Die Wettkämpfe auf dem Wasser werden bei zwei Qualifikationsregatten auf der Wedau in Duisburg Anfang und Ende April ausgetragen. „Auch wenn der Athletiktest eine etwas geringere Gewichtung gegenüber den Ergebnissen auf dem Wasser darstellt, war er doch schon oft das Zünglein an der Waage“, so Bundesstützpunktleiter Detlef Hofmann, der mit der Teamleistung im Großen und Ganzen zufrieden war.

In der Disziplin Canadier-Damen Junioren zeigte insbesondere der Schützling von Canadiertrainer David Reeck, Cheyenne Heidl, eine beeindruckende Leistung. Die 15-jährige Schülerin der Draisgemeinschaftsschule sicherte sich überlegen den Gesamtsieg und überzeugte damit als Jugendfahrerin mit fünf Punkten Vorsprung auf den zweiten Rang auf ganzer Linie. Ebenfalls als Jugendfahrerin bei den Junioren erfolgreich war ihre Zweierpartnerin Marie Sophie Syskowski, die den dritten Platz mit 13 Punkten belegte. Die deutsche Juniorenvizemeisterin Viola Varallyai konnte sich in der von ihr ungeliebten Athletik im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich steigern und kam auf einen für sie ordentlichen neunten Rang. Alle drei Athletinnen befinden sich in einer guten Ausgangsposition, um sich bei entsprechenden Ergebnissen bei den spezifischen Qualifikationen für einen Einsatz bei den Junioren-Welt- oder Europameisterschaften zu qualifizieren.

Mit dem fünften Platz von Nils Böhm und dem 13. Platz von Philipp Kernich bei den männlichen Canadierfahrern schnupperten beide im ersten Jahr in der Juniorenklasse erstmals bei den nationalen Qualifikationen rein. Ihre Anschlussleistung zeigt, dass sie auf dem richtigen Weg sind, und beide nutzten den Wettkampf, um Erfahrungen zu sammeln. Für den erst 16-jährigen Späteinsteiger Nils Böhm bestehen eventuell sogar noch Chancen auf einen internationalen Einsatz.

Bei den Kajak-Herren erreichten Neuzugang Jaron Schulz und der deutsche Jugendmeister Simon Schuler punktgleich beide den 15. Platz mit 11 Punkten. Da der Abstand in dieser Disziplingruppe zwischen den einzelnen Athleten nur hauchdünn ist, befinden sich die beiden Rheinbrüder mit nur 3-4 Punkten Abstand in greifbarer Nähe zu den ersten sechs Plätzen, die zum Erreichen der WM- oder EM-Norm reichen würden. Insbesondere bei Simon Schuler wäre dies durchaus überraschend, da auch Simon erst im zweiten Jahr in der Jugendklasse startet und der Wettkampf eigentlich nur zum Erfahrung sammeln gedacht war. Gleiches gilt für seinen letztjährigen Zweierpartner Jannik Heritz, der sich als erstjähriger Juniorenfahrer mit 15 Punkten sehr gut im Mittelfeld der 58 Teilnehmer bei den Kajak-Herren platzieren konnte. „Alle drei Jungs haben sich ordentlich präsentiert und gute Leistungen abgeliefert, jetzt gilt es sich in ein paar Wochen auch auf dem Wasser der nationalen Konkurrenz zu stellen.“, bringt es der verantwortliche Trainer der Rheinbrüder Yannik Hofmann auf den Punkt.

Junioren-Vize-Weltmeisterin Katharina Nikolay und Undine Horakh reihten sich bei den Damen Junioren mit 12 Punkten gemeinsam auf dem 9. Platz ein. Mit lediglich 4-7 Punkten Rückstand auf die Plätze vier und fünf liegen sie noch gut im Rennen um die begehrten JWM-Tickets. Leni Kliment, der Rheinbrüder Neuzugang aus Langenprozelten und ebenfalls Junioren-Vize-Weltmeisterin des vergangenen Jahres, kam auf den 16. Platz, liegt aber mit lediglich 15 Punkten nur knapp hinter Nikolay und Horakh.

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Die enge Konkurrenz in den Top-Platzierungen verspricht spannende Wettkämpfe auf dem Wasser, bei denen sich die etablierten Nationalfahrerinnen der Rheinbrüder Nikolay und Kliment mit guten Leistungen auch wieder durchsetzen können. Für die 15-jährige Schülerin des Otto-Hahn-Gymnasiums, Undine Horakh, geht es in erster Linie darum, sich in hochkarätigen Wettkämpfen der Konkurrenz zu stellen, da der Fokus in 2024 auf der Deutschen Jugendmeisterschaft liegt.
In der kommenden Woche fliegen die Nachwuchstalente der Rheinbrüder Karlsruhe nochmals zu einem Warmwassertrainingslager nach Sevilla, Spanien. Dort will sich das Team den Feinschliff für die Qualifikationswettkämpfe auf dem Wasser holen.

Qualifikationswochenenden 2024

05.-07. April: Duisburg/Wedau

1. Nationale Qualifikation Leistungsklasse (1. Teil Olympia-Qualifikation) /

2. Nationale Qualifikation Junioren

19.-22. April: Duisburg/Wedau

2. Nationale Qualifikation Leistungsklasse (2. Teil Olympia-Qualifikation) /

3. Nationale Qualifikation Junioren

10.-12. Mai: World Cup Szeged/Ungarn
1. Internationale Olympia-Qualifikationsmöglichkeit

24.-26. Mai: World Cup Posen/Polen
2. Internationale Olympia-Qualifikationsmöglichkeit