GEQUOS verspielen sicheren Heimsieg

Alex Rüeck beim Korbleger, Fotocredit: KIT SC GEQUOS/Denny Mölle
Alex Rüeck beim Korbleger, Fotocredit: KIT SC GEQUOS/Denny
Mölle

Karlsruhe (ps). Die KIT SC GEQUOS haben gegen den MTV Stuttgart einen 18-Punkte-Vorsprung aus der Hand gegeben und eine 73:78 (43:27)-Heimniederlage eingesteckt. Vor rund 300 Zuschauern brachten die GEQUOS trotz zwischenzeitlich deutlicher Führung gegen kämpferische Stuttgarter als Team nicht den notwendigen Willen und Kampfgeist aufs Feld. Die Gäste hingegen steckten nie auf und wurden vor allem durch die heiße Hand ihres Routiniers Marco Schlafke letztendlich belohnt. „Ich bin maßlos enttäuscht. Dafür gibt es keine Entschuldigung“, sagt GEQUOS-Headcoach Jaivon Harris, so die Pressemeldung des KIT SC.

In den ersten Minuten des Spiels war den GEQUOS noch deutlich anzumerken, dass sie die Niederlage der Vorwoche erst abschütteln mussten. Nach zwei Zählern von Alex Rüeck ging Stuttgart zunächst mit 5:2 in Führung. Da es den Karlsruhern nur selten gelang, ihre Größenvorteile am Brett wie gewohnt durch Center Denis Vrsaljko auszuspielen, entwickelte sich in der Folge ein offener Schlagabtausch. Stuttgart verteidigte den Big Man der GEQUOS clever und hielt ihn fern vom Ball. Dennoch führte Vrsaljko sein Team nach sieben Minuten zur 17:13-Führung, ehe er nach seinem zweiten sowie einem technischen Foul für den Rest der Halbzeit auf der Bank Platz nehmen musste. Rüeck, Franjo Bubalo und Luka Drezga bauten den Vorsprung der GEQUOS bis Viertelende auf 24:17 aus.

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Im zweiten Abschnitt verteidigten die GEQUOS – unter anderem dank der starken Defensivarbeit von Backup-Center Simon Schmitz – ihren knappen Vorsprung bis zur 16. Minute. Beide Teams präsentierten sich defensiv sehr engagiert und machten die Räume eng, kamen aber kaum zu Punkten. Erst nach 16 Minuten fanden die GEQUOS ihren Rhythmus und zogen immer wieder Fouls. Drezga, Rüeck und Bubalo zeigten sich nervenstark von der Freiwurflinie. Dazu steuerte Peter Voß von der Bank fünf wichtige Zähler bei. Bis zur Halbzeitpause zogen die Hausherren auf 43:27 davon.

„Ich habe in der Kabine gesagt, dass es gerade auf die ersten fünf Minuten ankommen wird und wir voll konzentriert aus der Pause kommen müssen“, sagt Headcoach Harris nach der Partie. Umgesetzt hat sein Team das allerdings nicht: Nach den ersten Punkten des dritten Viertels durch Vrsaljko nährten Jonas Leidel und dreimal Schlafke die Hoffnungen der Gäste und verkürzten auf 34:45. In der Offensive hatten die Karlsruher nun allerdings mehr und mehr Probleme. Es gelang den GEQUOS noch immer selten, Vrsaljko ins Spiel zu bringen. Durch vermeidbare Ballverluste machten sie sich zusätzlich das Leben schwer. Vor allem Einzelaktionen von Drezga und Bubalo sorgten dafür, dass der Vorsprung der Gastgeber bis zur 28. Minute konstant blieb (54:43). In den letzten beiden Minuten steuerte Fabian Ristau von der Bank fünf Punkte bei. Doch schon jetzt deutete sich an, wie das Spiel wenig später kippen sollte: Dreier von Falco Meyer-Hübner und Schlafke brachten den MTV auf 49:59 heran.

Durch die Nachlässigkeiten der GEQUOS hatten die Gäste Mut geschöpft. Defensiv trat der MTV als Team auf und kämpfte um jeden Ball. Im Angriff übernahm vor allem Schlafke das Kommando. Knapp vier Minuten und vier Dreier der Stuttgarter später war das Spiel auf den Kopf gestellt – die GEQUOS liefen plötzlich einem 61:65-Rückstand hinterher. Mit zwei Auszeiten versuchte Harris den Lauf der Gäste zu stoppen und sein Team aufzuwecken. Und für einen kurzen Moment schien das auch zu funktionieren: Vrsaljko und Bubalo glichen für die Karlsruher nochmals aus, ehe Schlafke mit einem Dreipunktspiel und einem weiteren Dreier zwei Minuten vor Ende für die Vorentscheidung sorgte – 18 seiner 34 Punkte erzielte der Kapitän der Gäste im letzten Abschnitt. Stuttgart war in der Schlussphase sicher von der Freiwurflinie, auch ein Dreier von Drezga war letztlich nur noch Ergebniskosmetik.

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GEQUOS-Headcoach Jaivon Harris war ob der Vorstellung seines Teams bitter enttäuscht: „Basketball ist wie eine Frau. Man muss Tag für Tag leidenschaftlich dafür kämpfen und sich einsetzen – im Training und im Spiel. Tust du das nicht, kommt ein anderer und liebt den Sport mehr und du ziehst den Kürzeren. Wir haben in dieser Saison schon gezeigt, was als Team in uns steckt. Und genau diese Leidenschaft müssen wir wiederfinden!“

 

Lange Zeit zum Nachdenken bleibt den GEQUOS nicht. Bereits am Donnerstag empfangen die Karlsruher am Sportinstitut des KIT den 1. FC Kaiserslautern. Bis dahin sollten die GEQUOS unbedingt ihren Fokus wiedergefunden haben – denn die Gäste kommen mit der Empfehlung von fünf Siegen in Serie in die Fächerstadt und sind aktuell punktgleich mit den GEQUOS Sechster. Los geht’s am 10. Dezember um 20 Uhr.

Punkte GEQUOS: Drezga 18, Bubalo 17, Vrsaljko 12, Rüeck 12, Ristau 9, Voß 5