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Wassersport

Paul Grosser vertritt Rheinbrüder Karlsruhe bei der Studenten-WM in Szeged

Bild: Nach einem schwierigen letzten Jahr versucht Paul Grosser zur alten Stärke zurück zu finden. (©Rheinbrüder Karlsruhe)

Szeged gehört zu den großen Namen im internationalen Kanurennsport. Auf der traditionsreichen Regattastrecke Maty-ér, auf der vor gut 4 Wochen noch die Junioren- und U23- Europameisterschaft ausgetragen wurde, treffen vom 17. bis 20. August die besten studentischen Kanutinnen und Kanuten der Welt aufeinander.

Von Cedric Maas

Bei der FISU World University Championship im Kanurennsport misst sich die internationale Hochschulsport-Elite in mehreren Disziplinen – und auch die Rheinbrüder Karlsruhe sind im deutschen Team vertreten.

Für den Karlsruher Traditionsverein geht Paul Grosser an den Start. Der 22-Jährige, der ursprünglich aus Mainz stammt und seit sieben Jahren für die Rheinbrüder paddelt, wurde vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband für die Titelkämpfe in Ungarn nominiert. Grosser studiert Bauingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie und verbindet damit Leistungssport auf hohem Niveau mit einem anspruchsvollen Studium.

Sportlich bringt Grosser bereits internationale Erfahrung mit. 2022 wurde er Junioren-Vizeweltmeister und zählte damit früh zu den stärksten Athleten seines Jahrgangs. In den vergangenen Monaten musste er sich jedoch zurückkämpfen: Nach starken Rückenproblemen und einer anschließenden Operation im vergangenen Jahr arbeitete Grosser in dieser Saison daran, wieder den Anschluss an die deutsche Spitze seines Jahrgangs herzustellen. Die Nominierung für die Hochschul-Weltmeisterschaft ist deshalb ein weiterer Schritt zurück zur alten Stärke.

In Szeged wird Grosser gleich mehrfach gefordert sein. Im K2 über 1000 Meter startet er gemeinsam mit Moritz Schneider aus Leipzig. Zusätzlich stehen für den Rheinbrüder-Athleten weitere Aufgaben auf dem Programm: Im K1 über 500 Meter stellt er sich der internationalen Konkurrenz, zudem geht er im K2 Mixed gemeinsam mit Lene Pausch, ebenfalls aus Leipzig, an den Start.

Aus Sicht der Rheinbrüder Karlsruhe unterstreicht die Nominierung einmal mehr, dass der Verein auch im Übergang vom Nachwuchs- in den Erwachsenenbereich Athleten auf internationalem Niveau entwickelt. Paul Grosser steht dabei exemplarisch für eine Generation, die sportliche Ambitionen, Studium und persönliche Rückschläge miteinander verbinden muss – und dennoch den Weg zurück in Richtung Spitze sucht.

Mit seinem Start für Deutschland bei der FISU-World-University-Championship vertritt Grosser nicht nur den deutschen Hochschulsport, sondern auch die Rheinbrüder Karlsruhe und das KIT auf internationaler Bühne. In Szeged will er nun zeigen, dass mit ihm auf seinem Weg zurück in Richtung Spitze, nach seiner Verletzungspause wieder zu rechnen ist.

Direkt im Anschluss stehen für die Rheinbrüder vom 01.-06.09.2026 die Deutschen Meisterschaften in Brandenburg als Saisonabschluss auf dem Plan. Eine Woche davor wird Canadierfahrer Tim Bechtold bei der A-Mannschafts-WM in Poznan die Karlsruhe Farben über seine Paradedisziplin, die 5000 Meter, vertreten.