Sarah Brüßler und Carola Schmidt sind U23-Europameisterinnen

Das beigefügte Bild (v.l. Moritz Aldag, Sophie Speck, Sarah Brüßler, Carola Schmidt und Felix Frank) können Sie honorarfrei für redaktionelle Zwecke verwenden (Quelle: GES/Rheinbrüder).
Das beigefügte Bild (v.l. Moritz Aldag, Sophie Speck, Sarah Brüßler, Carola Schmidt und Felix Frank) können Sie honorarfrei für redaktionelle Zwecke verwenden (Quelle: GES/Rheinbrüder).

Karlsruhe (ps). Die Junioren & U23 Europameisterschaften im Kanu-Rennsport waren für die Rheinbrüder Karlsruhe mit vier Medaillen ein riesiger Erfolg. Mit dem Europameistertitel im Zweierkajak über 1.000 Meter setzten Sarah Brüßler und Carola Schmidt der Erfolgsgeschichte am Abschlusstag der europäischen Titelkämpfe das „Sahnehäubchen“ auf.

Bereits am ersten Finaltag fuhren Brüßler und Schmidt gemeinsam mit den Essenerinnen Caroline Arft und Katharina Köther im Viererkajak über 500 Meter zum U23-Vize-Europameisterschaft. Nur kurze Zeit später ging es Schlag auf Schlag und es gab weiteres Edelmetall für einen Starter der Rheinbrüder im Viererkajak über 500 Meter.
Der erst im Frühjahr aus Kassel nach Karlsruhe gewechselte, Felix Frank sicherte sich nach einem extrem spannenden und knappen Rennen, zusammen mit seinen Partnern Jonathan Gerber (Potsdam) sowie Tobias Schultz und Frederik Illtz (beide Essen) einen hervorragenden Bronze Rang hinter den Russen und Ungarn.

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Zum Abschluss des ersten Finaltages gab es dann sogar noch die dritte Medaille für die Karlsruher Kanuten. Der Deutsche Junioren-Viererkajak mit dem Karlsruher Stadtwerke Azubi Moritz Aldag, kämpfte sich mit Anfangsschwierigkeiten über den Zwischenlauf in das Finale. Dort aber zeigte Aldag mit seinen Partnern Busch (Potsdam), Seilz (Magdeburg) und Gries (Essen) welche Sprintqualitäten im Boot stecken. Mit einem fulminanten Finish sicherte sich das deutsche Quartett die Bronzemedaille der Sieg ging an die Slowakei gefolgt von Weißrussland. Mit diesen vielen Medaillenrängen hatten die Akteure, sowie die Trainer nicht gerechnet. Außer die Kanuten aus Ungarn und Deutschland waren alle Nationen mit ihrer ersten Mannschaft zu den Titelkämpfen gereist und somit war der Respekt vor dem ersten Startschuss natürlich sehr groß.

Brüßler gelingt die Titelverteidigung

Die U23-Europameisterin des vergangenen Jahres: Sarah Brüßler vollbrachte mit ihrer Vereinskameradin Carola Schmidt, die Verteidigung des EM-Titels im Zweierkajak über 1.000 Meter, welchen sie 2015 mit der „Rheinschwester“ Isabel Friedt gewann.
Das Finale der Damen im Zweierkajak über 1.000 Meter war aus deutscher Sicht ein echter Krimi. In der Startphase glänzten die Konkurrentinnen aus Ungarn und Rumänien, so dass das reine Karlsruher Boot erst einmal die Tatsache eines großen Rückstands verkraften musste. Doch Schlagfrau Schmidt blieb ganz ruhig und ihrer Renneinteilung treu. Bei der Hälfte der Distanz betrug der Rückstand auf die beiden führenden Boote noch zwei Sekunden. 250 Meter später war das deutsche Boot mit den Rumäninnen gleichgezogen und mit einem grandiosen Schlussspurt sicherten sich Carola Schmidt und Sarah Brüßler den U23-Europameistertitel. Eine überglückliche Carola Schmidt gab nach dem Rennen einen Einblick in ihre Gedanken die sie während des Rennens hatte: „Am Anfang war ich doch verunsichert. Aber ich wusste, dass unsere Stärke am Ende des Rennens kommt. Und so habe ich mich darauf verlassen und es war umso schöner, dass wir am Schluß nochmals angreifen und es allen zeigen konnten!“

Mit einem knappen vierten Platz im Canadierzweier mit der Leipzigerin Celina Spandau konnte Sophie Speck über 200 Meter überzeugen. Wenngleich sie damit ohne Medaille blieb, ist dieser Erfolg sowie der 7. Platz in der Einer-Konkurrenz gar nicht hoch genug zu bewerten. So fällt das Fazit von Detlef Hofmann, DKV-Chefbundestrainer Nachwuchs und Heimtrainer der Rheinbrüder, auch ungewohnt überschwänglich aus: „Carola und Sarah sind ein phantastisches Rennen gefahren. Sie haben auf ihr Finish vertraut und alles richtig gemacht. Für die Rheinbrüder ist es ein Traum-Ergebnis. Gold und Silber für Sarah und Carola, Bronze für Moritz und Felix und einen super vierten Rang für Sophie Speck übertreffen alle Erwartungen.“