Erste Saisonniederlage des PSK nach schwacher Leistung

PSK vs Durlach II Foto: PSK
PSK vs Durlach II
Foto: PSK

Karlsruhe (ps). Die erste Saisonniederlage hinnehmen musste der PSK am vergangenen Sonntag in Linkenheim. Gegen die zweite Mannschaft der HSG Li-Ho-Li verlor man am Ende deutlich mit 33:28 (19:17) und büßte damit die Tabellenführung ein. Schwerer wiegt jedoch die Tatsache, dass mit Patryk Dzierzwawski ein weiterer Spieler zum Kreis der Verletzten stößt. Gute Besserung an dieser Stelle.

Zu Beginn der Partie hielt der PSK sehr gut mit und konnte trotz mehr als ungewohntem Harzball die Anfangsphase ausgeglichen gestalten. Insbesondere Rückraummitte Herr fand immer wieder eine kleine Lücke in der Abwehr, die zum Torerfolg ausreichte. Nach etwa fünf Spielminuten stand es 3:3 und wohl noch keiner in der Linkenheimer Schulsporthalle wusste, wohin die Reise dieser Partie gehen würde. Erste Indizien dafür zeigten sich aber in den folgenden Minuten, in denen die Hausherren stärker wurden und sich mit einfach herausgespielten Toren einen Vorsprung herauswerfen konnten. Dem PSK fehlte es in der Abwehr nicht nur an Zugriff in den direkten Eins-gegen-Eins Duellen – auch die Kommunikation der Verteidiger untereinander ließ zu wünschen übrig. In der Folge kam die HSG über den Kreis oder Rechtsaußen zu besten Torchancen, welche nahezu alle genutzt wurden. Zumindest die kämpferische Einstellung stimmte, sonst wäre man zur Pause wohl schon einem höheren Rückstand hinterher gelaufen.

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Den Spirit der ordentlichen Schlussphase von Durchgang eins wollte man nun unbedingt auch in die zweite Halbzeit retten. Doch nach Wiederanpfiff konnte der PSK mehr als acht Minuten kein eigenes Tor werfen, während Li-Ho-Li weiter traf. Weiteres Manko waren die unzähligen technisches Fehler sowie die schlechte Chancenverwertung vor dem gegnerischen Tor. Nach einer Auszeit von Coach Thiergärtner kam der PSK dann aber auf einmal wieder heran, trat mit mehr Wucht auf und zwang das Heimteam zu weniger aussichtsreichen Wurfchancen aus dem Rückraum (26:23). HSG-Coach Mayer sah nun ebenfalls die Notwendigkeit eines Time-Outs gekommen und brachte sein Team dazu, wieder konsequenter spielerische Mittel zu suchen. Auf Seiten des PSK verpasste man durch eigene Fehler die mögliche Aufholjagd und ermöglichte es dem Gegner stattdessen, in den letzten Minuten zu einem zu deutlichen Sieg zu kommen.

Ausreden wie das (wirklich inflationär und zweckentfremdet verwendete) Harz dürfen jedoch keineswegs geltem. Entschuldigt werden können damit weder die Nachlässigkeiten in der Abwehr, noch die fehlende Konsequenz im Abschluss. Ohne die Makel wäre die Partie aller Wahrscheinlichkeit nach anders verlaufen. Jetzt gilt es, konzentriert weiter zu arbeiten und in zwei Wochen gegen die TG Neureut 2 zurück in die Spur zu kommen.

Es spielten: Stoll, Oertel (beide Tor), Herr (8), Herrmann (7/3), Dankowski, Reither, Heß (je 3), Dzierzawski (2), Bernhard (1) und Riekert.