KSC-Spiel und Brand: ‚Was will man uns hier anhängen‘

KSC Fans 1860 ChoreoKarlsruhe (mia). Der Brand in der Karlsruher Nordstadt neben dem Fanprojekt des Karlsruher SC hat entgegen anderslautenden Berichten keinen Zusammenhang mit dem KSC-Spiel. „Es gibt keinerlei Hinweise!“

Die Kriminaltechnik prüft was der Grund des Brandes ist. „Aber es gibt keinerlei Hinweise dazu, dass der Brand mit dem KSC-Fanprojekt zusammen hängt“, so Fritz Rüffel von der Karlsruher Polizei.

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„Es gibt keinen erkennbaren Zusammenhang mit dem Fanprojekt“, erklärt Polizeipressesprecher Martin Plate den aktuellen Ermittlungsstand. Es spreche manches für eine technische Ursache, man gehe bei den polizeilichen Ermittlungen natürlich auch dem Thema Brandstiftung nach.

Aber derzeit „gibt es keine Hinweise auf einen Zusammenhang“ und „keine auf die Brandursache“.

Friedliches Spiel

Selbst vom KSC-Fanprojekt höre man, dass man nicht von einem Zusammenhang ausgehe, erklärt auch KSC-Sicherheitschef Holger Brandenburg. Plate erklärt weiter: „Wir schließen nicht aus, dass weitere Gedankengänge in Gang gesetzt wurden, auch durch die Berichterstattung „Brandanschlag beim Fanprojekt?“. Das löst in Stuttgart Gedankenspiele aus: ‚was will man uns hier anhängen‘. Auch diese Thematik darf man nicht außer Acht lassen“, warnt Plate. „Uns ist an Sachlichkeit gelegen, wir argumentieren mit Fakten.“

Im Vordergrund sollte das Spiel des KSC stehen. „Wir wollen nichts befeuern“ und sachlich und präventiv das Spiel begleiten. Die Polizei lege Wert auf strikte Fantrennung und empfiehlt den KSC-Fans den Gästebereich daher komplett zu meiden. Man hoffe auf ein friedliches Spiel.

Aktuelisiert:

Polizei und Staatsanwaltschaft haben folgende Pressmeldung zum Brand herausgegeben:

„Nach dem Brand eines in der Pennsylvaniastraße gelegenen Firmengebäudes mit hohem Sachschaden geht die Kriminalpolizei davon aus, dass das Feuer durch fahrlässige oder gar vorsätzliche Brandstiftung entstanden sein dürfte. Ein technischer Defekt als mögliche Ursache sei inzwischen weitestgehend auszuschließen. Für einen vorwiegend in sozialen Netzwerken verbreiteten Zusammenhang mit dem benachbarten Fanprojekt des KSC liegen keinerlei Hinweise vor.

Wie die bisherigen Feststellungen ergeben haben, fand das Feuer außerhalb des Gebäudes im Bereich von dort gelagerten Altreifen und abgestellten Mülltonnen seinen Ursprung und griff in der Folge auf die im Innern gelagerten Radsätze, die Service-Werkstatt und ein Fotostudio über. Noch Freitagnachmittag waren Kriminaltechniker gemeinsam mit Brandsachverständigen des Landeskriminalamtes am Brandort, um weitere Befunde zu erheben. Mit einem vorläufigen Ergebnis wird erfahrungsgemäß erst in einigen Tagen zu rechnen sein.

Zur Klärung, wie es genau zu dem Brand kommen konnte, bitten die Ermittler um Zeugenmeldungen. Interessant ist dabei insbesondere der Zeitraum einer halben Stunde vor der Brandentdeckung, also vor 20.20 Uhr. Wer um diese Zeit im Bereich des in der Pennsylvaniastraße /New-York-Straße und unweit der Erzberger Straße gelegenen Firmenareals verdächtige Personen festgestellt oder sonst auffällige Wahrnehmungen gemacht hat, wird gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter 0721/939-5555 zu melden.“