ASV bietet dem Favoriten die Stirn

ASV Grünwettersbach Coach Achim Krä­mer
ASV Grünwettersbach Coach Achim Krä­mer

Karlsruhe (ps). Eine volle Halle, tolle Stimmung, Stars zum Anfassen und hochkarätiger Tischtennis-Spitzensport, das wurde beim Gastspiel von Rekordmeister Düsseldorf dem ASV Grünwettersbach-Anhang geboten. Dass am Ende nichts Zählbares für die tapferen badischen Tischtennis-Bundesligisten heraussprang war zwar ärgerlich, jedoch eher sekundär, denn die Gäste waren in den entscheidenden Situationen ausgebuffter (TTBL: ASV Grünwettersbach – Borussia Düsseldorf                           1:3), so die Meldung des ASV.

Das Gästeteam stellte sich quasi von alleine auf, denn während der am Fuss lädierte Kristian Karlsson die Reise nach Grünwettersbach erst gar nicht angetreten hatte, musste der erkrankte Stefan Fegerl kurzfristig passen und das Hotelbett hüten. Dagegen entschied sich ASV-Coach Rade Markovic für eine unerwartete Aufstellungsvariante, da er den letzjährigen Helden von Düsseldorf, Sam Walker in der Spielerbox ließ und Masataka Morizono, Alvaro Robles und Dang Qiu das Vertrauen schenkte.

Booking.com

Bereits das Eingangseinzel zwischen Masataka Morizono und Kamal Achanta brachte Sport vom Feinsten. Nach anfänglichem Abtasten steigerten sich beide Akteure und boten dem Publikum beste Unterhaltung. Da zudem Masataka Morizono beim 11.6, 6:11, 13:11 und 11:8 das bessere Ende für sich hatte, kochte die Halle.

Den erwarteten Dämpfer erhielt die ASV-Euphorie gleich im Anschluss, da Timo Boll gegen Alvaro Robles nie ernsthaft gefordert wurde und mit 11:4, 11:8 und 11:8 sicher für sein Team ausgleichen konnte. Zwar mühte sich Alvaro nach Kräften, doch der routinierte mehrfache Europameister ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und egalisierte für die Borussia.

Nach der Pause agierte Dang Qiu gegen Anton Källberg in einem packenden Duell der beiden Youngster auf Augenhöhe, ohne am Ende belohnt zu werden. Symptomatisch der 2. Satz, als Dang nach verlorenem Auftaktsatz immer besser ins Match fand, sich in der Verlängerung drei Satzbälle erspielte, die der junge Schwede zweimal dank glücklicher Netzroller abwehren konnte, um dann seinerseits mit 16:14 zu triumphieren. Zwar holte sich Dang Durchgang drei, doch im 4. Satz war wieder Anton Källberg trotz heftigster Gegenwehr an der Reihe und brachte sein Team durch ein enges 11:6, 16:14, 9:11 und 11:8 mit 2:1 in Front.

Mit Spannung wurde nun das Spiel der beiden Spitzenspieler erwartet. Doch auch bei seinem zweiten Auftritt agierte Timo Boll gegen Masataka Morizono dank seines exzellenten Aufschlag-Rückschlag-Spiels ruhig uns souverän und ließ den wieselflinken Japaner nicht zur Entfaltung kommen. Lediglich im dritten Satz konnte Masataka Timo in Bedrängnis bringen, doch als er in der Endphase dieses Satzes zwei Chancen liegen ließ, wurde dies von Timo Boll eiskalt bestraft. Mit 11:5, 11:5 und 11:9 sicherte Timo Boll einmal mehr den Sieg für seine Borussen.

Während der Rekordmeister weiter gleichauf mit Ochsenhausen und Fulda an der Tabellenspitze verweilt, konnte der ASV trotz der Niederlage seinen 6. Platz mit bei nunmehr 4:8 Punkten verteidigen.