22:4! Starke Germanen fegen 88er von der Matte

SVG-Coach Frank Heinzelbecker Quelle: Fotostudio Dämmer
SVG-Coach Frank Heinzelbecker
Quelle: Fotostudio Dämmer

Weingarten (ps). In starker Besetzung und noch stärkerer Tagesform haben die Ringer des SV Germania ihren zweiten Heimsieg in der laufenden Saison eingefahren. Gegen den ASV Mainz 88 feierten die Weingartener acht Einzelsiege und somit ein letztlich nie gefährdetes 22:4. Weltmeister Frank Stäbler gab trotz Niederlage ein ordentliches Debüt im SVG-Trikot.

Zum Auftakt musste sich Weingartens norwegisches Fliegengewicht Thomas Roenningen dem Aserbaidschaner Eldeniz Azizli verdient mit 0:6 geschlagen geben. Es sollte für lange Zeit aber der letzte Mainzer Erfolg an diesem Abend bleiben. Während William Harth mit dem passiven Wladimir Remel etwas mehr Mühe hatte als erwartet und „nur“ einen Mannschaftszähler einheimsen konnte, lief Vladimir Egorov gegen den chancenlosen Ilir Sefaj nach kurzem Abtasten so richtig heiß. 16 Wertungspunkte hatte der flinke Mazedonier schon erzielt, ehe er seinen Gegner nach gut vier Minuten mit einem sehenswerten Paketgriff auf beide Schultern drückte. Keinen technischen Punkt, dafür aber wenigstens mal wieder einen Sieg gab’s für Oliver Hassler gegen Niklas Schäfer. Anschließend ließ Ionut Panait Daniel Meiser beim 15:0 nicht den Hauch einer Chance und baute die Pausenführung des SVG auf ein souveränes 11:2 aus.

Booking.com

Den dritten von insgesamt vier Weingartener Vierern an diesem Abend holte Ahmed Dudarov. Gegen Ercihan Albayrak war der Freistiler zu jeder Zeit der tonangebende Mann auf der Matte und siegte problemlos mit 16:0. Deutlich mehr zu beißen hatte dafür diesmal der neue Publikumsliebling Alejandro Valdes. Gegen den erfahrenen und unbequemen George Bucur musste der kleine Kubaner zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder über die volle Distanz, setzte sich letztlich aber verdient mit 6:2 durch. Einen schwachen Start, später dann aber einen richtig starken Moment hatte Damian Janikowski im Griechisch-römisch-Duell mit Hannes Wagner.

Der bullige Pole lag bereits mit 0:4 zurück, ehe er sich so allmählich in den Kampf hineinarbeiten und seinen Widersacher dann plötzlich überraschend schultern konnte. Auch Georg Harth holte mental wichtige Punkte, indem er gegen Olegk Motsalin in der Schlussphase noch zum 4:4 ausgleichen und den Sieg so auf seine Seite hinüber ziehen konnte. Vorher gab’s die mit Spannung erwartete Premiere von Neuzugang Frank Stäbler im SVG-Trikot. Bei seinem ersten Einsatz seit dem verletzungsbedingten Olympia-Aus in Rio bekam es der Weltmeister mit dem starken Ungarn Balint Korpasi zu tun. Von seiner Bestform war Stäbler dabei erwartungsgemäß noch ein ganzes Stück entfernt, konditionell konnte er bei diesem 0:3 nach sechs Minuten aber schon wieder voll überzeugen.
In der Tabelle grüßen die Germanen fünf Kampftage vor Ende der Hauptrunde damit wieder von der Spitze. Kommenden Samstag reisen sie zum Knaller beim KSV Aalen 2005.