KSC-Coach Slomka soll Retter und Entwickler sein

KSC Coach Mirko SlomkaKarlsruhe (mia). Nicht nur die rund 500 KSC-Fans waren gespannt auf das erste Training des neuen Coaches des Karlsruher SC Mirko Slomka, auch die Fußballprofis waren gespannt. Allerdings waren nicht alle Profis anwesend.

Rene Vollath und Matthias Bader fehlten krank, Franck Kom ist noch in Afrika um letzte Details für den Africa Cup zu klären, die anderen fehlenden Spieler befinden sich im Aufbau.

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Dennoch hatte Slomka einen sehr guten Eindruck von seiner Mannschaft.

„Das was ich bisher erlebt habe, war zu spüren, dass es eine sehr warmherzige Atmosphäre ist und dass ich das Gefühl habe, dass wir einen sehr starken Zusammenhalt erwarten können. Worte wie gemeinsam und zusammen sind Worte, die mir sehr gefallen, ich bin ein Teamworker“, so der neue KSC-Coach.

„Die Mannschaft hat einen sehr guten und positiven Eindruck hinterlassen, war sehr engagiert. Ich freue mich hier zu sein. Ich freue mich auf die tolle und spannende Herausforderung beim KSC. Abstiegskampf ist nicht besonders reizend, aber da wollen wir schnell rauskommen. Es geht nur um den Klassenerhalt diese Saison. Ich glaube man kann hier eine Menge bewegen.“ Eine große Herausforderung gäbe es für den Niedersachsen: „die Sprache“, schmunzelt Slomka.

Die Spieler, die er hier erlebt habe, könnten auch in der Bundesliga spielen. Allein es fehle an Konstanz und Selbstvertrauen.

Retter und Entwickler

Er sei angetan gewesen von dem ein oder anderen Spieler und versuche nun seine Philosophie umzusetzen und vor allem versuchen, dass mehr Tore fallen für den KSC. Die Tabelle sei aussagekräftig. „Zwei Siege sind für diese Mannschaft zu wenig“, so Slomka der erklärte, dass man auch den Nachwuchs mehr einbinde. So gibt es alle 14 Tage ein Nachwuchstraining mit den Profi-Trainern für die jungen Spieler, die sich hervortun.

KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer lobte seinen alten Weggefährten aus Hamburger Zeiten nicht nur als „Retter“ sondern auch als „Entwickler“. „Ich bin sehr happy darüber, dass wir Mirko Slomka verpflichten konnten.“

Auch KSC-Präsident Ingo Wellenreuther begrüßte den neuen Trainer und erklärte, wenn er sich einen Eindruck vom Team gemacht habe und er und Kreuzer auf das  Präsidium zukämen mit dem Wunsch, neue Spieler zu verpflichten, werde man dies wohlwollend prüfen.

„Es ist ein positives Zeichen, dass das Interesse so groß ist“, so Wellenreuther, der erklärte, dass man mündlich mit dem HSV den ehemaligen Sportdirektor Jens Todt betreffend, alles geklärt habe. Auf Minimum 100.000 Euro solle sich der Gewinn des KSC belaufen. Das Freundschaftsspiel durch das die Einnahmen kommen, solle spätestens im Sommer stattfinden.

„Ruhige und klare Ansprache“

KSC-Kapitän Dirk Orlishausen hatte einen guten Eindruck von seinem neuen Coach. „Ich bin sehr gespannt, weil es ja doch der erste Trainer für mich ist mit internationaler Erfahrung. Für Karlsruhe ein sehr großer Trainername. Das sieht man auch an der Zuschauerbeteiligung. Selbst bei meinem ersten Training in Karlsruhe zur Saisoneröffnung waren nicht so viele hier“, so der KSC-Keeper.

Der KSC-Coach habe eine „ruhige, klare Ansage gemacht“, viel Organisatorisches geklärt. „Warum sollte er heute auch schon ausflippen, es gab noch keine Gründe“, lacht Orlishausen. Man merke eine Aufbruchstimmung im Umfeld, die gelte es als Rückendeckung zu nehmen.

Dennoch stehe harte und viel Arbeit für den KSC an nach der  „bescheidenen Hinrunde“. Es gelte nun Erfolge sammeln. „Das ist ein harter Weg, ein langer Weg, aber ich bin felsenfest der Überzeugung, dass wir das packen.“ Man wolle viel im taktischen Bereich arbeiten.

Auch Grischa Prömels Eindruck war gut: „Es hat Spaß gemacht. Wir sind alle wieder froh, dass es los geht.“

Erstes KSC-Training mit Mirko Slomka