Der erste Schritt ist getan, der zweite muss nun folgen

SVG-Coach Frank Heinzelbecker Quelle: Fotostudio Dämmer
SVG-Coach Frank Heinzelbecker
Quelle: Fotostudio Dämmer

Weingarten (ps). Bereits im ersten Kampf ließ Vladimir Egorov wieder eine Vierer-Wertung bei 5:58 für den Gegner Marcel Ewald zu. Erhielt für seinen Konter nach Videobeweis aber noch einen Punkt, so dass Vladi mit dem 5:4 wenigstens einen Mannschaftspunkt verbuchen konnte. Oliver Hassler musste sich
im zweiten Duell des Abends dem schwedischen Weltklassemann Johann Euren erwehren, der zudem 18 Kilo mehr auf die Waage brachte. Olli kämpfte bravourös, zeigte vor allem in der zweiten Hälfte seine hervorragende Kondition und gab beim 1:6 nur zwei Mannschaftspunkte ab.

Eine starke Leistung zeigte Dustin Scherf, der im Duell zweier deutscher Spitzenringer Ibrahim Fallacara nicht die Chance zu einem seiner gefährlichen Konter gab, und mit dem 5:2 zwei wichtige Zähler für den SVG sammeln konnte. Ernüchterung machte sich unter den Heimfans beim Kampf der Klasse 98 Kilo Freistil breit. Nach einer Anfangsattacke blieb Magomedgadzhi Nurov gegen Radoslaw Baran blass und verlor mit 2:4 Punkten.

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Was dann folgte, ließ die bis auf den letzten Platz gefüllte Walzbachhalle förmlich explodieren. Unser Kubaner Alejandro Valdes zerfetzte den sonst bärenstarken Ispringer Mihail Sava förmlich in der Luft. Beinschraube folgte auf Beinschraube, und nach nur 48 Sekunden war der Kampf vorbei! Wahrscheinlich würde Alejandro seinen Gegner jetzt noch durch die Halle drehen, wenn man ihn nicht gestoppt hätte… Vielleicht der Kampf der Saison, auf jeden Fall allerbeste Werbung für diesen tollen Sport, und eine Stimmung am Siedepunkt. Die dann, wie Coach Frank Heinzelbecker später anmerkte, leider durch die Pause unterbrochen wurde.

Ärgerlich war dass Jan Rotter in seinem Kampf gegen den zum Ende nur noch wild nach vorne stürmenden, aber nicht mehr ringenden Zakarias Berg vier Sekunden vor Ende des Kampfs die Passivität zum 1:9 bekam, welche aus zwei drei Ispringer Punkte werden ließ. Stark, wie danach Johnny Panait seinen Gegner Muhammed Yeter jederzeit im Griff hatte, immer nach vorne ging, und souverän mit 6:0 bezwang.

Im deutschen Spitzenduell lag William Harth gegen Michael Kaufmehl mit 4:2 in Führung, als Kaufmehl die dritte Aktivitätszeit bekam. Passiert nichts, gewinnt Willi durch Disqualifikation und es gehen vier Punkte aufs Konto der Germania. Leider machte er jedoch selbst eine Zwei, nur um
bei 5:56 selbst noch eine Zwei zum 6:4-Sieg gegen sich zu kassieren. Statt 4:0 stand dieser Kampf leider nur mit 1:0 in den Büchern. Stark wie sich dann Georg Harth der Ispringer Punktemaschine Khakaber Khubezthy widersetzte und beim 0:10 nur drei Punkte abgab.

Zum Abschluss stand unser Weltmeister Frank Stäbler seinem Lehrmeister Konstantin Schneider gegenüber. Frank beherrschte seinen Gegner klar, konnte ihn einmal ausheben zum zwischenzeitlichen 8:0 und ihn am Ende mit 9:0 bezwingen. Von dieser Stelle aus nochmals alles Gute für Konstantin Schneider, der sich während des Kampfs die Schulter ausgekugelt hatte. Ein Dank an die rasche medizinische Versorgung und ein Lob auch an Frank Stäbler, der nach der Fortsetzung des Kampfes fair weiter rang und sich nicht die Verletzung des Gegners zu Nutze machte.

Nun heißt es sich komplett zu fokussieren, alles am kommenden Samstag auf das Duell in der Bertha Benz Halle in Pforzheim auszurichten. Das Potenzial für einen höheren Sieg war da, dies gilt es dann eben im Rückkampf zu nutzen, so dass es dann am Ende heißt: ?Deutscher Mannschaftsmeister ist der SV Germania 04 Weingarten?.