KSC-Kapitän Orlishausen: „Elf Wochen, die weh tun werden“

Karlsruhe (mia). KSC-Coach Mirko Slomka hatte es seinen Profis nach dem Sieg des Karlsruher SC  gegen Hannover 96 bereits mitgegeben:  „Wenn man sich reinhängt und es intensiv wird, hat man am nächsten Tag Schmerzen. Da müssen wir uns durchbeißen, innerhalb der 90 Minuten und danach.“

Dennoch hatte der KSC-Trainer, der am Dienstag auf dem KIT-rasen trainieren ließ, um das eigene, neue Grün nicht durchgehend zu strapazieren, einige Ausfälle zu beklagen: Neben den verletzten Ylli Sallahi, Florian Stritzel und David Kinsombi fehlten auch Franck Kom, Marcel Mehlem und Gaetan Krebs.

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Kom und Mehlem sind leicht angeschlagen. Kom trainierte mit Athletikcoach Florian Böckler separat, Krebs und Mehlem pausierten ganz.

Die übrigen Spieler wurden von KSC-Coach Slomka deutlich und laut auf ihre Fehler im Training hingewiesen. Es ging hoch her, was auch bald Stefan Mugosa zu spüren bekam. Beim Zweikampf mit Dimitris Diamantakos bekam er einen Schlag auf den Knöchel und musste bald abbrechen. Auch Jordi Figueras hatte Probleme am Ende des Trainings.

„Abstiegskampf ist ein Abnutzungskampf“, erklärt KSC-Kapitän Dirk Orlishausen. „Das werden elf Wochen, die weh tun werden, auch im Training“, weiß der KSC-Keeper. Es werden „forschere Töne“ auch im Training angeschlagen und die Zweikampfhärte nehme zu.

Schmerzen lohnen sich

Aber das durchzustehen, lohne sich. „Wenn man dafür kämpft, dass man Mitte Mai sagen kann, es ist vorbei und wir müssen weder nachsitzen, noch runter gehen, dann ist das die Belohnung für die Schmerzen.“  Denn jeder einzelne hier habe dem KSC die Situation eingebrockt und müsse nun auch mithelfen, den Verein aus der Abstiegszone wieder rauszuholen.

„Das ist es wert zu kämpfen und die Schmerzen zu ertragen“, so der KSC-Keeper, der weiß, dass keiner „den Abstieg auf der Visitenkarte“ stehen haben möchte.