Walzbachtal im Tief! HSG unterliegt bei Schlusslicht Ispringen!

Quelle: HSG Walzbachtal

Karlsruhe (ps). Der gemeine HSG-Fan hatte in den letzten Wochen keinen leichten Stand. Statt mit dem Power-Handball der Vorrunde wurde er mit emotionslosem Passivhandball und 2 haushohen Niederlagen abgestraft. Da kommt der TV Ispringen gerade recht, mag sich so manch einer vor der Partie in der Schulsporthalle gedacht haben. Doch falsch gedacht: Gegen den, tapfer kämpfenden Tabellenletzten der Verbandsliga hagelte es erneut eine Pleite; die mittlerweile Dritte in Folge. Der Anschluss nach oben scheint verloren. (TV Ispringen : HSG Walzbachtal 24:23 (10:12))

Die Truppe von Atalay Öztürk droht nun sogar ins Niemandsland der Tabelle durchgereicht zu werden. Soweit die Fakten, nun wollen wir mal beleuchten, wie es zu der (vermeidbaren) Niederlage beim Kellerkind kam: Den Spielbeginn verschliefen die Gäste zunächst völlig. Nach 6 Minuten führte der TVI bereits mit 3:0 und die mitgereisten Fans bekamen eine leise Vorahnung von dem was noch auf sie zukommen sollte. Peu á peu kam die HSG dann aber doch ins Spiel. Unterstützt von Holger Schell im Kasten und einem 3er-Pack von Fabian Goppelsröder konnte sie HSG ausgleichen (3:3, 10.Min.), bevor wieder die Hausherren mit einem 3:0-Lauf auf 6:3 stellten (13.Min.). Die Phase bis zur Pause gehörte dann aber der HSG.

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Passspiel, Torhüter, Abwehr und Chancenausbeute passten nun und prompt war Walzbachtal auch tonangebend. So gingen die Gäste auch mit einer verdienten 10:12-Führung in die Kabine. Leider startete der zweite Durchgang wie der Erste: Ispringen war sofort im Spiel während Walzbachtal nach Struktur und Stabilität suchte. Finden konnten sie beides nicht wirklich, aber auch der TVI bot nicht gerade spielerische Feinkost. So entwickelte sich eine ausgeglichene Partie auf sehr überschaubarem Niveau. Beide Teams erlaubten sich zahlreiche technische Fehler und verloren einige Bälle durch unsauberes Passspiel.

Man konnte das Gebotene getrost als „Schrottspiel“ deklarieren. Allerdings war es zumindest spannend bis zum Schluss: In der 58.Minute führten die Hausherren mit 23:21. Sicheres Ding? Nein! 58:19 Min.: Anschluss, Marco Reichert! 59:33Min: Ausgleich, Steffen Kinsch! Unentschieden? Nada!  59:58 Min.: Wurf, Tor, Sieg, Tim Stuhlert, TV Ispringen! Zwar blöd, passt aber ganz gut zum Bild das die HSG momentan abgibt! Doch Schwamm drüber! Nächsten Sonntag kommt Langensteinbach in die TV Halle! Da wird gewonnen und dann sieht die Welt schon wieder besser aus! Ach, fast hätt ich’s vergessen, Atalay hat auch noch was gesagt: „Wir haben momentan zu wenig Spieler die in der Abwehr Leistung bringen! Man verlässt sich auf den Torhüter – nur wenn der nicht dauernd Topleistungen bringt, verlieren wir eben die Spiele, auch solche!“

Tore für die HSG: S.Kinsch (8/1), F.Goppelsröder (5/1), R.Lang (2), C.Kloss (2), M.Reichert (2), M.Weiß (1), J.Temesberger (1), C.Schäfer (1), R.Takacs (1)