KSC: „Eine extrem große Herausforderung“

Karlsruhe (mia). Dass dem Karlsruher SC vor dem Spiel am Freitagabend (18.30 Uhr) beim FC Nürnberg die Stammspieler ausgehen, könne man auch als Chance nehmen, so KSC-Kapitän Dirk Orlishausen. Denn in dem großen Karlsruher Kader seien viele Spieler, „die mit den Füßen scharren und Druck machen“.

Diese KSC-Profis haben nun die Chance, alles zu geben und im Abstiegskampf mitzuhelfen. Eventuell sei dies auch die Chance, wenn die bisher unbelasteten Spieler zum Einsatz kommen und „unbedarft, frei von der Seele weg Fußball spielen, aber ohne die Aufgaben außer Acht zu lassen“.

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Dass man drei Punkte aus Nürnberg mitbringen müsse, sei klar. „Fakt ist, dass wir irgendwann mal anfangen sollten zu gewinnen, um in der Liga zu bleiben“, so der KSC-Schlussmann.

Man müsse das Augenmerk darauf legen, „90 Minuten kompakt zu stehen und die Null zu verteidigen“ sowie „in Gegenaktionen Chancen zu kreieren“.  Aber das Wichtigste sei, nicht einem Rückstand hinterherzulaufen“.

1000 KSC-Fans werden in Nürnberg erwartet, die die Karlsruher in der von Schiedsrichter Martin Petersen (Stuttgart) geleiteten Partie  unterstützen. KSC-Coach Mirko Slomkas Bilanz in Nürnberg ist gut, aber die Gastgeber haben sich“gefestigt unter dem neuen Trainer“. „Sie stehen defensiv stabil und kämpfen“, warnt Slomka, der eine schlagkräftige Formation für das Spiel finden will. „Eine extrem große Herausforderung“.

Extrem war sicherlich auch der Schock für Trainer und KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer, als sie aus den Medien erfuhren, dass Jordi Figueras eine zweijährige Gefängnisstrafe drohen könnte.

„Noch habe ich nicht mit Jordi gesprochen“, so Kreuzer. „Ich gehe davon aus, dass das nicht so schnell behandelt wird. Was dann kommt wird man sehen. Ich denke, dass wir die nächsten neun Spiele Ruhe haben.“

Auch Slomka war über das „Ausmaß“ überrascht und erklärt, dass man mit dem KSC-Profi sprechen müsse, „Inwiefern es ihn belastet“.