KSC – Aalen: Glücklicher Barry – Zufriedener Coach

Karlsruhe (mia). Auch wenn der U19-Spieler des Karlsruher SC, Boubacar Barry, seinen ersten Einsatz bei den KSC-Profis beim 0:0-Unentschieden gegen den VfR Aalen nicht sofort nach Spielabpfiff  in der Kabine mit seinen Kollegen hatte feiern können, das glückliche Lachen konnte ihm auch das nicht vermiesen.

Denn statt in die Kabine ging es für den knapp fünf Minuten vor Spielende eingewechselten KSC-Youngster sofort im Anschluss zur Doping-Kontrolle, wo er nahezu eine ganze Stunde sitzen musste. Als er danach endlich in die Kabine gehen konnte, sah man ihm an, dass er glücklich über seine ersten Minuten in der Zweiten Fußball-Bundesliga vor 12.494 Zuschauern war.

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„Hochverdienter Punkt“

Insgesamt war der KSC glücklich darüber, dass man nach drei Niederlagen in Folge gegen den VfR Aalen mit einem Punkt vom Feld gegangen war.  Zwar dominierte des KSC die Partie gegen Aalen und erarbeitete sich zahlreiche Möglichkeiten, seine Chancen wusste der Karlsruher Traditionsverein aber nicht zu nutzen.

„Es war ein hochverdienter Punkt, wir hätten den Sieg verdient gehabt. Wir hatten das Spiel 90 Minuten in der Hand“, so KSC-Stürmer Rouwen Hennings, der von Beginn an gespielt hatte. Zwar habe es nicht eine Chance auf die andere gegeben, aber einige hatten die Karlsruher. Man habe auch nicht viel zugelassen, so Hennings. Selbst habe man bei einigen Chancen auch Pech gehabt. „Wir haben gekämpft wir haben gefightet“, das sei wichtig gewesen. So sah das auch Jens Todt, Sportdirektor des KSC: „Ertrag und Aufwand stehen im Missverhältnis, aber die Mannschaft hat eine ganz klare Leistungssteigerung gezeigt.“

Raus aus dem Tief

„Wir hatten ein Tief von drei Niederlagen, dass wir da nicht vor Kraft und Selbstvertrauen strotzen ist normal“, so auch KSC-Kapitän Dirk Orlishausen. „Heute hat man gesehen, dass wir wissen, wie stark wir sind und stark genug aus dem Loch raus zukommen. Wir haben sie im Griff gehabt.“

Auf die Chancenverwertung des KSC angesprochen, erklärte Orlishausen, dass „irgendwann auch wieder die Zeit komme, wo ein bis zwei Chancen reichen“, um ein Tor zu machen. Gegen Aalen habe es „leider nicht geklappt“, die Mannschaft aber habe gezeigt, dass sie will und kann. „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie kapiert hat, dass sie so nicht weitermachen kann.“

„Wir sind natürlich nicht zufrieden mit dem Punkt, es sind zwei verlorene Punkte“, so Selcuk Alibaz, der ebenso wie viele andere KSCler gute Chancen hatte. Viel Pech sei auch dabei gewesen, dass der KSC nicht getroffen habe.

„Es war ein wichtiger Schritt für uns.“

„Ich bin garnicht unterm Strich so unglücklich, wie man denken könnte“, so  KSC-Coach Markus Kauczinski. Man merke nach den drei Niederlagen, dass es nicht gut fürs Selbstvertrauen sei. „Deshalb war es uns wichtig als Team aufzutreten von der Aggressivität und Kompaktheit. Das haben wir geschafft“, so der KSC-Cheftrainer.

Der KSC war das „bessere Team“. Mehr Chancen hatte der KSC, aber nicht das nötige Quäntchen Glück. „Es war ein wichtiger Schritt für uns. Wir haben ein anderes Gesicht gezeigt“, als zuvor. Darauf gelte es aufzubauen. Die nächste Möglichkeit besteht am kommenden Samstag, wenn der KSc beim 1. FC St. Pauli ranmuss.

KSC: Orlishausen – Valentini, Gulde, Gordon, Kempe – Peitz – Park (88. Barry), Alibaz (77. Meffert), Yabo, Yamada – Hennings (65. Micanski)