KSC-Youngster Cello Mehlem: Fans wieder ins Boot holen

Karlsruhe (mia). „Wir fahren stolz und glücklich zurück, hatte KSC-Coach Marc-Patrick Meister nach dem ersten Sieg des Karlsruher SC unter seiner Regie in Fürth erklärt.

Stolz war auch Marcel Mehlem, der als KSC-Amateur sein Startelf-Debüt in der Zweiten Liga gegen Fürth feiern durfte.

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„Gott sei Dank bei einem Sieg“, freute sich Mehlem nach dem 1:0. „Besser kann es nicht laufen.“ Mehlem, der als Siebenjähriger mit KSC-Profi Martin Stoll an der Hand ins Wildparkstadion eingelaufen war, hatte vor dem Spiel spaßeshalber zu Stoll gesagt, ob man „wieder Hand in Hand einlaufe, wie damals“.

Der KSC-Abwehrspieler verneinte lachend, aber erklärte, dass man direkt hintereinander einlaufen werde.

Ein gutes Omen? Ja. Mehlem reihte sich hinter Stoll ein und nach 90 Minuten hatte der KSC drei Punkte in der Tasche.

Dass der KSC nach dem feststehenden Abstieg befreiter aufspielen konnte, glaubt Mehlem, der mit 12 Kilometern Laufleistung den höchsten Wert des KSC hatte. „Ich denke, der Druck war weg und wir konnten das Spiel mit klarerem Kopf bestreiten“, sagt Mehlem. „Leider kam der Sieg zu spät. Aber jetzt wollen wir uns vernünftig aus der Liga verabschieden. Das ist unsere Mission jetzt.“

Der KSC nutzt die verbleibenden Spiele aber auch zum Testen der Formationen für die Dritte Liga. Die meisten Profis, die Coach Marc Meister aktuell einsetzt, sind auch in Liga drei noch beim KSC.

Fans ins Boot zurückholen

„Es hat gut funktioniert und wir haben uns belohnt für die harte Arbeit. Es ist gut, dass er auf uns vertraut hat“, freut sich auch Mehlem, der am Tag darauf „schon noch platt war“. Die zweite Liga sei schließlich eine andere Klasse als die Oberliga. Aber die Freude über den Einsatz und den Sieg überwiegen natürlich.

Auch bei KSC-Coach Meister war die Erleichterung zu sehen.  „Wir waren Teil einer sehr intensiven, sehr kampfbetonten Partie. Über die ganzen 90 Minuten gebührt den Jungs mein Respekt. Wir waren kämpferisch stark, sehr engagiert, sehr aufmerksam.“

Nun sei es auch wichtig, die Fans wieder ins Boot zu holen. „Sie sind zurecht sauer“, sagt der KSC-Amateur, der einen Profi-Vertrag kriegen soll. Nachdem der KSC in Fürth das Tor gemacht hatte, sangen die mitgereisten Fans zu den Fürthern sarkastisch, dass diese die schlechteste Abwehr der Liga haben müssen, wenn sogar der KSC ein Tor schieße. „Unser Ziel ist es, sie wieder auf unsere Seite zu bekommen“ und mit ihnen Hand in Hand in Liga drei voran zu gehen.