KSC-Nachwuchs kämpft mit „gesellschaftlichen Problemen“

Karlsruhe (mia). Die B-Junioren des Karlsruher SC empfangen am Sonntag (13 Uhr) die U17  des TSV 1860 München im Wildpark.  Der aktuelle Ligavierte KSC will sich im letzten Heimspiel der Saison mit einem Sieg von seinem Heimpublikum verabschieden.

Allerdings werden nicht alle KSC-U17-Junioren dabei sein. Denn die Karlsruher haben mit einem „gesellschaftlichen Problem“ zu kämpfen, wie es KSC U19-Coach Lukas Kwasniok erklärte. Kwasniok und sein Co-Trainer Michael Bischoff, die bis Ende der Saison die U17 trainieren, bis Robin Trabert die Mannschaft übernimmt, haben bereits die Übernahmegespräche für die U19 geführt.

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„Jeder erwartet Ehrlichkeit, aber die Wahrheit verträgt er nicht“, ärgert sich Kwasniok. So hatte der KSC-U19-Coach den Spielern der U17, mit denen man in der kommenden U19 nicht plant, dies offen erklärt. Daraufhin waren diese Spieler nicht mehr beim KSC erschienen, statt bis zum Saisonende professionell weiter zu trainieren. „Sie vergeben die Chance sich noch zwei Mal zu präsentieren.“

Dass man die Gespräche nicht erst am letzten Spieltag führen kann, sei rein aus Fairness den Spielern gegenüber klar. Aber, führe man diese dann bereits im März, laufe man Gefahr, dass man dann ohne einige Fußballer die restlichen Spiele antreten muss. „Das ist ein gesellschaftliches Problem.“

Da die U19 bereits fertig ist mit der Saison, könne man die ausfallenden Spieler aber ersetzen.

Bei der U19 geht die Planung auch voran. Während ein neuer Spieler kommen soll, wird der ein oder andere den KSC verlassen. Auch wären Valentino Vujinovic und der Neuzugang  des KSC Malik Kaarahmet noch bei der U19 spielberechtigt. Hier muss man abwarten, wie die Profis mit den beiden Spielern planen.

Eines ist jedoch sicher, so Kwasniok. „In der U19 Bundesliga gibt es keinen Drittligaverein.“ Somit müsse man dringend wieder in die Zweite Liga aufsteigen mit den Profis, um auch die A-Junioren-Bundesliga auf Dauer halten zu können.